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Agrarwetter

Gerstenernte im Rheinland enttäuschend

Die Gerstenernte im Rheinland fällt geringer aus als erwartet. Während es da zu nass war, war der vergangene Monat - weltweit gesehen - der wärmste Juni seit Aufzeichnungsbeginn. Unser Agrarwetter.

Lesezeit: 6 Minuten

Die Wintergerstenernte läuft seit der letzten Woche auf Hochtouren. Aus Brandenburg hörten wir bereits, dass die Erträge unter Schnitt sind. Ganz zufrieden sind dagegen die Berufskollegen in Baden-Württemberg.

Am Dienstag kam nun der Bericht aus dem Rheinland. Viele Landwirte berichten dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) bei der Gerstenernte von unterdurchschnittlichen Erträgen. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen liegen die Erträge mit einem Minus von deutlich mehr als 10 % unter dem rheinischen Durchschnittsniveau von rund 83 dt/ha. Auch die Qualität, die als Hektolitergewicht gemessen wird, ist in diesem Jahr unterdurchschnittlich und erreicht meist weniger als 60 kg/hl.

Anhaltende Regenfälle und die ungewöhnlich feuchte Witterung in diesem Jahr haben die Bedingungen für die Gerste erheblich beeinträchtigt, so der RLV. Bereits im Herbst 2023 hatte die anhaltende Nässe für ungünstige Aussaatbedingungen gesorgt. Ein verzögertes Auflaufen der Kulturen, nasse Bedingungen während der Wachstums- und Reifephase und zu wenig Sonne schlagen sich nun in erheblichen Schwankungen bei den Erträgen und der Qualität nieder.

Die Extreme Witterungsbedingungen stellen eine zunehmende Herausforderung für die Landwirtschaft dar. Umso dringender sind praxisgerechte Regelungen etwa im Pflanzenschutz oder in der Düngeverordnung gefordert.

Copernicus meldet weltweit heißesten Juni seit Aufzeichnungsbeginn

Übrigens: Der vergangene Monat war - weltweit gesehen - der wärmste Juni seit Beginn der Datenaufzeichnungen. Wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus mitteilte, lagen die Temperaturen im vergangenen Monat 1,5 Grad über dem geschätzten Juni-Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900, der vorindustriellen Referenzperiode, zitiert die Tagesschau aus dem aktuellen Bericht. Damit war es der zwölfte Monat in Folge, der die 2015 in Paris festgelegte 1,5-Grad-Schwelle erreichte oder überschritt.

Schwelle eh nicht mehr einzuhalten

Viele Klimaexperten gehen davon aus, dass die 1,5-Grad-Schwelle ohnehin längst nicht mehr zu halten ist. Im Gesamtzeitraum von Juli 2023 bis Juni 2024 lag die globale Temperatur den Copernicus-Daten zufolge 1,64 Grad über dem vorindustriellen Durchschnitt. In diesem Zeitraum war jeder einzelne Monat der weltweit wärmste seit Aufzeichnungsbeginn. Eine solche Serie sei "zwar ungewöhnlich, aber eine ähnliche Folge monatlicher globaler Temperaturrekorde gab es bereits in den Jahren 2015/2016", teilte Copernicus mit.

Die durchschnittliche, weltweite Oberflächen-Lufttemperatur im Juni betrug demnach 16,66 Grad. Damit lag sie 0,67 Grad über dem Juni-Durchschnitt von 1991 bis 2020 und 0,14 Grad über dem bisherigen Höchstwert vom Juni 2023. 

Südeuropa und Türkei besonders heiß

Die europäische Durchschnittstemperatur im Juni 2024 überschritt den Wert für die Juni-Monate von 1991 bis 2020 um 1,57 Grad. Damit sei es der zweitwärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen in Europa gewesen, berichtet die Tagesschau weiter. Besonders heiß war es demnach im Südosten des Kontinents und in der Türkei, während die Temperaturen in Westeuropa, Island und Nordwestrussland nahe am oder unter dem Durchschnitt lagen. 

In Island, Mitteleuropa und großen Teilen Südwesteuropas sei der Juni feuchter gewesen als der Durchschnitt, heißt es weiter, "wobei starke Niederschläge zu Überschwemmungen in mehreren Regionen Deutschlands, Italiens, Frankreichs und der Schweiz führten".

Außerhalb Europas waren die Temperaturen im östlichen Kanada, im Westen der USA und in Mexiko, Brasilien, Nordsibirien, im Nahen Osten, Nordafrika und in der westlichen Antarktis überdurchschnittlich hoch. 

Und so wird das Agrarwetter diese Woche

Die Ausläufer eines Tiefs bei den Britischen Inseln überqueren Deutschland. Nachfolgend wird die schwülwarme Luft nach Osten abgedrängt und im Norden durch gemäßigtere Luftmassen ersetzt.

Heute ab dem Mittag einzelne teils kräftige Gewitter, örtlich Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen (Bft 7 bis 8). Im Osten und Südosten am Mittag und Nachmittag vereinzelt schwere Gewitter mit mehr als 30 l/qm in kurzer Zeit, Hagel um 2 cm und Sturmböen bis 90 km/h nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Donnerstag außer im Nordwesten und Teilen der Mitte weiter einzelne Schauer und Gewitter, besonders mit Starkregen, anfangs auch mit kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen.

Donnerstag

Am Donnerstag meist heiter, teils wolkig, im Osten und Nordosten wiederholt Schauer und einzelne Gewitter. Sonst zunächst meist trocken, im Tagesverlauf in der Mitte und im Süden örtlich aufkommende Schauer und einzelne Gewitter. Tageshöchstwerte zwischen 24 und 29 Grad, nur in Küstennähe und im höheren Bergland kühler. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag rasch nachlassende Schauer und Gewitter und zunächst meist trocken, in der Osthälfte örtlich Dunst oder Nebel. Im Verlauf in der Südwesthälfte erneut aufkommende Schauer und Gewitter. Tiefstwerte 19 bis 13 Grad.

Freitag

Am Freitag wechselnd, teils stark bewölkt und unbeständig. Gebietsweise weitere starke, teils schwere Gewitter mit Unwettergefahr durch heftigen Starkregen. Höchstwerte 23 bis 29, im Nordwesten und ganz im Westen 18 bis 22 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Samstag im Süden und Osten gebietsweise anhaltender, teils gewittriger Starkregen, weiterhin mit Unwettergefahr. Sonst einige Schauer, teils niederschlagsfrei. Abkühlung auf Tiefstwerte zwischen 19 und 12, im westlichen Bergland bis 8 Grad.

Samstag

Am Samstag im Norden und Osten zunächst abziehender Starkregen. Danach wechselnde Bewölkung mit einzelnen Schauern und Gewittern, gebietsweise niederschlagsfrei. Höchstwerte im Westen und Nordwesten kühl bei 16 bis 18, sonst mäßig-warm mit 18 bis 22, im Osten bis 25 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest bis West, im Norden teilweise kräftig auffrischend.

In der Nacht zum Sonntag im Norden und Osten noch Schauer, sonst aufklarend und stellenweise Nebel. Abkühlung auf 16 bis 10 Grad.

Sonntag

Am Sonntag im Norden bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer, ganz im Süden am Alpenrand einzelne Gewitter, sonst Mix aus Sonne und Wolken und niederschlagsfrei. Erwärmung auf 22 bis 27 Grad. Schwacher bis mäßiger, meist westlicher Wind.

In der Nacht zum Montag im Nordwesten leichte Schauerneigung, sonst gering bewölkt und trocken. Abkühlung auf 16 bis 10 Grad.

Montag

Am Montag nach freundlichem Beginn im Tagesverlauf im Westen und Nordwesten wolkiger und einzelne kräftige Schauer und Gewitter. Sonst heiter oder sonnig und weitgehend niederschlagsfrei. Höchsttemperaturen bei 25 bis 31 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südost bis Südwest.

In der Nacht zum Dienstag von West nach Ost Durchzug von teils kräftigen Schauern und Gewittern. Abkühlung auf 18 bis 11 Grad.

Dienstag

Am Dienstag wieder Wetterberuhigung. Vor allem im Norden und ganz im Süden weiter einzelne Schauer und Gewitter möglich, im großen Rest freundliches und meist trockenes Wetter. Erwärmung auf 23 bis 28 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind um West.

In der Nacht zum Mittwoch wolkig oder gering bewölkt und vereinzelt Schauer bei 15 bis 10 Grad.

Trendprognose 17. bis 19.7.2024

Leicht unbeständig und warm bis sehr warm. Einzelne Schauer und Gewitter.

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