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Düngetipps: So vermeiden Sie, dass Sommergetreide hungert

Hinsichtlich der Düngung sind Sommergerste, Sommerweizen und Hafer durchaus differenziert zu betrachten. Sowohl Nährstoffmenge als auch der zeitliche Bedarf unterscheiden sich enorm.

Lesezeit: 3 Minuten

Dass der Stickstoffbedarf der einzelnen Sommergetreidearten unterschiedlich ist, zeigt die Übersicht zur Ermittlung des Düngebedarfs. So kommt der Hafer bei einem Kornertrag von 55 dt/ha mit 130 kg/ha N aus, wohingegen der Sommerweizen für 60 dt/ha Ertrag einen Bedarf von 200 kg/ha N aufweist.

Fällt der Ertrag im Durchschnitt der letzten fünf Jahre höher aus, können Sie je 10 dt/ha Mehrertrag ein Zuschlag von 10 kg/ha N anrechnen. Eine lineare Anpassung ist dabei zulässig (z.B. bei Sommergerste ergibt sich so bei 75 dt/ha Ertrag ein Bedarfswert von 165 kg/ha N). Die Zuschläge dürfen allerdings maximal 40 kg/ha N betragen. Bei der Ermittlung der notwendigen N-Düngung gilt es dann diverse Abschlagsfaktoren zu berücksichtigen (siehe Übersicht).

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Aus dieser Berechnung ergeben sich somit je nach Ertragsniveau die zu düngende N-Mengen von 100 – 140 kg/ha N bei Sommergerste, 160 –180 kg/ha N bei Sommerweizen und 90 –130 kg/ha N bei Hafer. Da die Ermittlung sehr individuell ist, ist in der nachfolgenden Tabelle eine prozentuale Verteilung der Bedarfsmenge dargestellt.

Besonderheit Braugerste

Bei der Braugerstenerzeugung muss darauf geachtet werden, dass ein Rohproteingehalt von 11,5 % nicht überschritten wird, da zu hohe Proteingehalte die Gärung beeinträchtigen, die Filtration erschweren oder Ausflockungen im Bier verursachen. Niedrigere RP-Werte sind daher besser, aber nach unten auch begrenzt (< 9 %).

Insgesamt ist also ein recht enges Rohproteinfenster vorhanden. Grundsätzlich ergibt sich somit bei Braugerste (z.B. Prospect, Lexi, Amidala) gegenüber der Futtergerste ein etwas geringeres N-Düngungsniveau, so dass die in der Bedarfsermittlung errechnete N-Menge um ca. 15 – 20 % reduziert werden sollte. Daraus ergibt sich in den meisten Fällen eine Stickstoffdüngung von ca. 100 kg/ha N zur Saat.

In roten Gebieten ist allerdings kein zusätzlicher Abzug mehr zu tätigen, da durch die 20%ige Reduktion der Zielwert für Braugerste bereits erreicht wird.

Grundnährstoffversorgung

Neben der Stickstoffversorgung ist auch die Grundnährstoffversorgung, insbesondere mit Kalium, zu beachten. Bei Böden in Versorgungsstufe C sollen ca. 80 kg/ha K2O gegeben werden. Dies entspricht 2 dt/ha 40er-Kornkali. Mit dieser Menge werden gleichzeitig 10 kg/ha S und 10 kg/ha MgO gedüngt.

Schwefel und Spurennährstoffe

Die Schwefelversorgung sollte auch bei Sommergetreide sichergestellt sein. 20 – 25 kg/ha S sind empfehlenswert. Bei Hafer ist allerdings bisher wenig über den Schwefelbedarf bekannt. Als abtragendes Glied in der Fruchtfolge sollte jedoch die Versorgung mit 20 kg S/ha sichergestellt werden.

Hafer ist relativ anfällig für Magnesium- und Kupfermangel. Manganmangel kann bei allen Getreidearten auftreten, jedoch ist bei Hafer und Gerste besonders darauf zu achten. Die Ausbringung von 1 –5 kg Mangansulfat oder 1 –2 kg Mn-Chelat/ha kann Mangelsituationen vorbeugen.

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