Insektenschutz

Das BMU pocht auf 1:1 Umsetzung beim Insektenschutzgesetz

Das Bundesumweltministerium will beim Insektenschutzgesetz nicht weiter einlenken. Der Kabinettsbeschluss von 2019 müsse 1:1 umgesetzt werden. Agrarministerin Klöckner warnt vor weniger Obstanbau.

Beim Insektenschutz bleibt es auch 2021 bei einer konfrontativen Haltung zwischen Bundesumweltministerium (BMU) und Landwirtschaftsministerium (BMEL). Der Staatssekretär des BMU, Jochen Flasbarth, forderte am Montag in einem Pressegespräch eine 1:1 Umsetzung der Pläne, die BMU und BMEL im Sommer 2019 im Aktionsplan Insektenschutz vereinbart hatten. „Wir bestehen als BMU darauf, dass das was im Kabinett und im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, auch 1:1 umgesetzt wird“, sagte Flasbarth.

BMU geht Glyphosat-Minderung nicht weit genug

Die Einschränkungen für den Pflanzenschutz, die das BMEL kurz vor Weihnachten in einem Entwurf der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung vorgelegt hatte, gehen Flasbarth nicht weit genug. Der Entwurf bleibe „weit hinter dem zurück“, was die beiden Ministerien ursprünglich vereinbart hatten, so Flasbarth weiter. Teil der Verordnung ist auch die Glyphosat-Minderungsstrategie mit dem Aus für die Anwendung ab Ende 2023, wenn die EU-Genehmigung für den Wirkstoff ausläuft. Auch diese reicht dem BMU, so wie sie jetzt formuliert ist, laut Flasbarth nicht aus.

Ablehnung...


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Diskussionen zum Artikel

von Hermann Kamm

Jawohl,

der Irrsinn kennt keinen halt mehr!!!!!!!!!!

von Andreas Gerner

1,7% Naturschutzflaächen plus die Bioanbaufläche Deutschlands

sind in Summe weit mehr als 10%, wo keinerlei chemischer Pflanzenschutz betrieben werden darf. Und da Bio steigen soll, Tendenz steigend. Aber das reicht der gierigen Svenja nicht. Bzw. den NGOs, deren Forderungen sie nachplappert.

von Rudolf Rößle

Zum Thema Streuobst

Wirtschaftlich würde es fast keine Bestände mehr geben. Die Würde eines edlen Obstbaumes liegt auch den Bauern am Herzen.

von Rudolf Rößle

Weltweit

sind Aussagen einer Überproduktion immer mehr als Luftnummer zu sehen, um künstlich die Rohstoffpreise niedrig zu halten. Trinkwasserprobleme in immer mehr Großstädten und verheerende heiße trockene Sommer.

von Bernhard ter Veen

die Trinkwasserprobleme

in den "Ballungscentren" sind aber nicht der Landwirtschaft zuzurechnen... sondern dem " Duschwahn und den Gartenpool´s der möchtegern Besserverdienenden Generation " die offensichtlich keinen Verstand von Wasserkreislauf und und und haben... Aber auf den Landwirten herumhacken...

von Peter Beiersdorfer

es geht

hier nicht mehr um Insekten- und Pflanzenschutz oder sonstiges, sondern rein um politische Machtverhältnisse die ideologische geführt werden ohne Sachverstand auf Kosten der Landwirtschaft. Der BUM hätte noch ganz andere Baustellen die viel mehr brennen und abgearbeitet werden ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Wir kennen den Nabu und die Schulze.

Die gehen immer auf´s Ganze und wir sollen dann aufeinander zu gehen. Unsere Verhandlungsführer sind unfähig, die Klöckner auch.

von Josef Doll

Bis jetzt hat man die

ganze Hand genommen wenn man den kleinen Finger gegeben hat. Wo hat in De es mal eine Übereinkunft mit den NGOs gegeben die länger hielt als 2 Monate. Mit den Großbauern in Dänemark scheint das zu gehen zumindest mit den Dänischen NGOs.... Da wird sogar im DLF Werbung für die ... mehr anzeigen

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