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topplus Gefahr von Pilzen

Mähen oder mit üppigem Grünland in den Winter gehen?

Die Zielbestandshöhe von 10 cm vor dem Winter ist meist deutlich überschritten. Warum das vor allem in kalten Wintern problematisch ist, erklärt unser Fachmann.

Lesezeit: 2 Minuten

Unser Autor: Dr. Tammo Peters, Landwirtschaftskammer Niedersachsen (ehem. LWK Schleswig-Holstein)

Nach den warmen Monaten sind die Grasbestände auf den Flächen häufig noch recht üppig. Die Zielbestandshöhe von 10 cm vor Winter ist meist deutlich überschritten.

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Problematisch ist das vor allem in kalten Wintern: Unter Schnee breiten sich eher Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel oder Typhula-Fäule aus. Im Frühjahr sind zudem frisch nachgewachsene Blätter von Vorteil. Sie betreiben aktiver Fotosynthese als Blattmaterial mit einer langen Verweildauer über den Winter. Der Anteil an frisch nachwachsender, junger Blattmasse lässt sich durch kurze Bestände vor Winter fördern.

Ein später Silageschnitt ist aktuell nicht mehr zu empfehlen. Das vernünftige Anwelken des Ernteguts ist risikobehaftet, die Befahrbarkeit mit schweren Maschinen häufig nicht immer möglich. Generell rechtfertigt die relativ geringe Qualität des Aufwuchses nicht den kostenintensiven maschinellen Aufwand der Silageproduktion.

Mit Beweidung kurz halten

Möglich wäre hingegen eine Mahd (Schnitthöhe 8–10 cm) und das Einfahren des frischen Ernteguts, um es direkt zu verfüttern. Auch Mulchen eignet sich, sofern die Mulchschicht nicht zu dick ist – sie kann den Pilzbefall des darunterliegenden Pflanzenbestands fördern.

Um die Bestände kurz zu halten, empfiehlt sich Beweidung. Jeder Tag auf der Weide reduziert die Fütterungskosten und wirkt sich bei richtigem Management positiv auf die Grasnarbe aus. Wer mit einer Milchviehherde im Hochleistungsbereich beweiden will, sollte Tiere im späten Laktationsstadium auswählen. Diese haben einen geringeren Anspruch an die Futterqualität. Wichtig ist, dass die Trittbelastbarkeit der Flächen das Beweiden zulässt.

Ideal ist es, mit Jungtieren oder Schafen zu beweiden. Aufgrund ihres geringeren Gewichtes verursachen sie weniger Trittschäden. Auf nasseren Standorten kann man über eine kurze Dauer (gegebenenfalls stundenweise) mit hoher Besatzdichte beweiden. So lassen sich tiefgreifende Narben- und Trittschäden sowie Klauenkrankheiten vermeiden.

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