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topplus Gerichtliche Anordnung

Nitrat: Landwirtschaft in der Bretagne soll Stickstoffeinträge herunterfahren

Ein französisches Gericht ordnet wegen zu hoher Nitratbelastung an der Küste Sofortmaßnahmen für die Bretagne an. Für die Landwirtschaft könnte dies verpflichtende Maßnahmen nach sich ziehen.

Lesezeit: 2 Minuten

In der Bretagne muss der Staat auf gerichtliche Anordnung verstärkt gegen die Nitratbelastung der Küstengewässer vorgehen. Das Verwaltungsgericht in Rennes hat den Präfekten der Region angewiesen, innerhalb von vier Monaten Maßnahmen gegen die Stickstoffüberschüsse aus der Landwirtschaft zu ergreifen. Der regionale Aktionsplan und die bestehenden Umweltschutzvorgaben sollen durchgesetzt werden, um der Vermehrung von Grünalgen endlich Einhalt zu bieten.

Bisher sind Maßnahmen freiwillig

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Die Präfektur nahm das Urteil zur Kenntnis und kündigte an, eine Berufung zu prüfen. Hinsichtlich der Nitratbelastung verwies die Verwaltung auf erzielte Fortschritte. Zwischen 1995 und 2020 seien die Nitratgehalte bereits um 31 % verringert worden. Zugleich räumte die Präfektur ein, dass die Belastung in den vergangenen Jahren nicht mehr zurückgegangen sei und immer noch ein hohes Niveau habe.

Fortschritte verspricht man sich von Aktionsplänen zur Verringerung der Stickstoffeinträge, die im September 2022 in den Départements Finistère und Côtes-d’Amor beschlossen worden waren. Diese basieren allerdings auf freiwilligen Maßnahmen. Laut der Präfektur könnten die Pläne indes verpflichtend werden - entschieden werden soll das nach einer Bewertung, die 2025 erfolgen soll.

Ähnliche Urteile bereits seit 2009

Der Beschwerdeführer, die Umweltorganisation „Eaux et Rivières de Bretagne“, bezeichnete die Entscheidung des Gerichts als „wichtiges Signal“. Die Organisation wies daraufhin, dass der Staat seit mehr als zehn Jahren auf Basis freiwilliger Maßnahmen versuche, die Nitratbelastung zu verringern. Trotz des Einsatzes signifikanter Steuermittel sei kaum etwas erreicht worden. Der bislang verfolgte Ansatz sei nicht ausreichend. Die Umweltschützer sind indes nicht ohne Grund nur verhalten optimistisch. Nach ihren Angaben hat es ähnliche Urteile bereits 2009, 2012 und 2021 gegeben.

Die Nitratbelastung in den Gewässern der Bretagne ist bereits seit Jahrzehnten ein Problem. Obwohl die Strände auf Kosten der öffentlichen Hand gereinigt werden, müssen immer wieder Abschnitte gesperrt werden. Gefahr geht von in sehr großen Mengen angespülten Algen aus, wenn diese in der Sonne anfangen zu verrotten und dabei giftige Gase wie Schwefelwasserstoff bilden.

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