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Fruchtfolge 2025 Afrikanische Schweinepest Hochwasser

topplus Leserfrage

Resistenzen bei Weidelgrasvermehrung befürchtet - Aufhören mit dem Anbau?

Resistentes Weidelgras ist noch relativ unbekannt, das Potenzial bei Grassamenvermehrung aber gegeben. Sollte man also mit dem Anbau aufhören?

Lesezeit: 2 Minuten

Frage:

Ich vermehre seit 15 Jahren Weidelgras (und nutze es als Futter), das ergibt natürlich reichlich Samenpotential für spätere Resistenzen.

In der Fruchtfolge steht kein Wintergetreide oder Raps, sondern Hafer, Sommergerste, Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben. Vor Mais behandeln wir immer mit Glyphosat, ebenso vor Sommergerste und Hafer, die restlichen Flächen nach Bedarf. Die Maisstoppeln schlegeln wie im Herbst und behandeln diese sowie die gestreute Untersaat im kommenden Frühjahr mit Glyphosat. Im Maisbestand schafft das Weidelgras keine Samenreife. Dafür ist es zu sehr beschattet.

Vereinzelt auflaufendes Weidelgras sehen wir in Kartoffeln, Rüben und Mais – allerdings ohne zur Samenreife zu kommen. Ist es ratsam, mit dem Anbau fortzufahren?

Antwort:

In diesem Fall gelten genau die Empfehlungen im Beitrag. Im geprüften Z-Saatgut konnten wir in unserer Untersuchung bislang keine Resistenzen nachweisen, diese entwickelt sich erst später. Um Resistenzen zu vermeiden, darf es keine Selektion von Pflanzen geben, die eine Herbizidbehandlung überleben und zur Samenreife kommen. Würde im Mais Weidelgras zur Samenreife kommen, wäre dies bereits ein Selektionsprozess, da im Mais sicher gräserwirksame Herbizide eingesetzt werden.

Als Entschärfung müsste im Mais ein Weidelgrasaufwuchs bestmöglich verhindert bzw. minimiert werden. Das gelingt z.B. mit einer Herbstfurche vor der Winterzwischenfrucht, mit einer Glyphosat-Vorsaatbehandlung im Frühjahr und Direktsaat von Mais, oder alternativ mit einer Bodenbearbeitung als falsches Saatbett (bei ca. 10 °C Bodentemperatur) kombiniert mit einer sehr flachen Bodenbearbeitung (zur Zerstörung von Keimlingen) vor einer verzögerten Maisaussaat.

Ausfall-Weidelgräser, die zur Samenreife kommen, und produziertes Saatgut sollte man unbedingt auf Resistenz prüfen lassen (durch den Pflanzenschutzdienst, Agris42 oder den Züchter). Sobald erste Resistenzen im Saatgut auftreten, ist eine Vermehrung auf diesen Flächen nicht mehr sachgerecht.

Unser Experte: Klaus Gehring, Bayerisches Landesamt für Landwirtschaft (LfL)

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