Brüssel/Berlin

Verschärfung des Düngerechts reicht der EU-Kommission nicht! Plus

Schlechte Nachricht zum Wochenbeginn: Die EU lehnt die deutschen Vorschläge zur Verschärfung des Düngerechts ab. Diese gingen immer noch nicht weit genug.

Die Europäische Kommission bleibt hinsichtlich der geforderten Verschärfung der Düngeverordnung bei ihrer harten Haltung. Wie am vergangenen Freitag aus Regierungskreisen in Berlin verlautete, reichen der Generaldirektion Umwelt die im Referentenentwurf zur Novelle der Düngeverordnung vorgesehenen strengeren Regulierungen nicht aus.

Etwaige Erleichterungen etwa bei der Düngung unter Bedarf in Roten Gebieten oder beim Verbot der Düngung von Zwischenfrüchten, wie sie von landwirtschaftlichen Verbänden und Organisationen seit Wochen gefordert werden, rücken damit erst recht in weite Ferne.

Dem Vernehmen nach beziehen sich die aktuellen Brüsseler Einwände im Wesentlichen auf drei Bereiche. So hätten die Länder versäumt, nitratbelastete Gebiete in den Fällen auszuweisen, in denen sich rote Messstellen innerhalb von unbelasteten Grundwasserkörpern befinden würden.

Ferner hätten mit Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz lediglich drei Länder Gebiete mit hoher Phosphatbelastung kenntlich gemacht. Schließlich gehen der Kommission die im Referentenentwurf vorgesehenen strengeren Regelungen zur Düngung auf gefrorenen Böden nicht weit genug.

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Verärgert reagierte der Thüringer Landwirtschaftsminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff: „Seit mehr als zehn Jahren wird Deutschland den Anforderungen des EU-Rechts im Bereich der Düngung nicht gerecht. Trotz Verurteilung durch den...

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Diskussionen zum Artikel

von Hermann Wieber

Die Politiker begreifen nicht den Ernst der Lage

Wenn es hier keine gütliche Lösung gibt, dann wird auf Bundes und EU Ebene in den nächsten Jahren anders gewählt!Und ob das für uns alle dann besser ist ...? Auch die Politik sollte sich Fehler eingestehen. Wenn die EU ehrliche Fakten nicht akzeptiert, dann wird es einen Super GAU ... mehr anzeigen

von Martin Steinbach

Der Fisch stinkt zuerst wo?

Genau, dort ist anzusetzen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist für die Ermittlung und Weitergabe der Messungen verantwortlich. Das Wo, WER, WIE hätte von ganz oben geregelt gehört, rechtzeitig und nicht auf den letzten Drücker. Die miese Stimmung wäre nicht da wenn die ... mehr anzeigen

von Joachim Sültmann

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Was soll der Mann im Traktorreifen?

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Gegenanzeige

zu : von Wilhelm Grimm "Die damalige Ministerin des BMU, Frau Hendricks, hat im Fernsehen vor der Blausucht gewarnt ! Muss Ministerin Schulze jetzt Abbitte leisten und vor Flausucht warnen, weil in unserem Trinkwasser zu wenig Nitrat ist, Herr Müller ???" xxxxxxxxxxx Nein Herr Grimm! ... mehr anzeigen

von Klaus Jensen

Ich fang gleich an zu malen (bin gerade in Übung)

von g.+s. schuh gbr

Schlepperdemo

Und wenn das nächste mal die Trecker rollen hat jeder ein Schild im Frontlader: RAUS AUS DER EU

von Volker Niemeyer

Raus aus der EU

Wir sollten es machen wie die Briten. DEXIT! Die Briten wussten schon warum!

von Wilhelm Grimm

Der Bauernverband ist gut drauf mit:

"Die Moderne Landwirtschaft, Klimapraktiker".

von Altmann

muß nicht alles verstehen

51 mg Nitrat pro liter Wasser sind bedenklich, 1000mg Nitrat pro kg Salat sind völlig normal!!

von Wilhelm Grimm

Die damalige Ministerin des BMU, Frau Hendricks, hat im Fernsehen vor der Blausucht gewarnt !

Muss Ministerin Schulze jetzt Abbitte leisten und vor Flausucht warnen, weil in unserem Trinkwasser zu wenig Nitrat ist, Herr Müller ???

von Bernhard ter Veen

so...

immer noch nicht genug... dann frag ich die Brüsseler … Wie bitteschön wollen denn die anderen EU-Mitglieder diesen Eurokratenwahn erfüllen ? oder zählt das nur in Deutschland ? ist das Spektakel eher wohl nur dazu da um das Brexitloch von UNS in Deutschland füllen zu lassen ? ist ... mehr anzeigen

von Guido Müller

Nitrat nur scheinbar ein Problem!

Ich komme nochmal darauf zurück: Aus "WELT" xxxxx " GESUNDHEIT xxx NEUE ERKENNTNISSE xxx Nitrat ist viel gesünder als bislang angenommen xxxxxxxx Veröffentlicht am 15.01.2011 | Von Susanne Donner xxxx Nitrate im Trinkwasser und im Salat verheißen nichts Gutes – der ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

Kein Wunder,

wenn man nur die höchsten Nitratwerte von vereinzelten Messstellen nach Brüssel übermittelt. Die alleinige Schuld liegt an unserer Politik! Nur Traumtänzer und Psychos !!!!!!!!!

von Franz Schreiber-Kiebler

Wer ist Brüssel?????

Brüssel geht die Verschärfung der Düngeverordnung nicht weit genug. Nur wer ist Brüssel????? Welche Namen stehen dahinter??? Hinter der Namen "Brüssel" kann sich jeder verbergen.

Anmerkung der Redaktion

Wir meinen damit stets die EU-Kommission und die Generaldirektion Landwirtschaft

von Frithjof Dittrich

Vorsaatdüngung

Wenn man schon im Februar und März die späteren Maisflächen begüllt, kann bis Juni viel Nitrat versickern. Im März und April kann man Weizen begüllen. Mit geeigneter Technik kann man auch im Mai und Juni Mais begüllen.

von Guido Müller

Gesund durch Nitrat!!!

Ich fiel vom Glauben ab!! und hab es selbst erfahren - bei Herzinfarkt gibt es Nitro-Spray. Es bleibt die Frage, ob die heutigen starken Herz-Kreislauferkrankungen durch zu geringen Nitratgehalt im Essen hervorgerufen werden. Es gibt jede Menge Artikel mit positivem Aspekt durch ... mehr anzeigen

von

Sachkundig ?

Haben diejenigen, die über das alles Entscheiden und abstimmen, einen Sachkundenachweis?

von Roland Opitz

Manchmal,

kann man die Briten schon verstehen. Die Bevormundung durch die Europäische Kommission ist unerträglich. Aber wir haben ja mit Personen wie mit von der Leyen unsere eigenen Öko - Fanatiker in Brüssel.

von Robert Sigmund-Wild

Brüssel...

Wer sind "DIE" in Brüssel? Sind das Menschen, oder Computerprogramme mit Softwarefehlern? Haben diese Menschen, deren Namen wir alle nicht kennen, einen Bezug zur Realität? Die Reduzierung der Düngerbedarfsmenge um 20% in Roten Gebieten ist ohnehin ein unbrauchbarer Pauschalsatz, ohne ... mehr anzeigen

von

Sachkunde muss her

Es wäre hilfreich, wenn unser Verband ein schkundiges Büro beauftragt, einen sinnvollen Plan für die Messstellen zu erstellen. Der könnte dann objektiver sein. Das Problem ist da. Nur Bauern haben genug Sachverstand, es auch zu lösen.

von Renke Renken

Großbritannien

hat richtig entschieden.

von Lorenz Oberndorfer

Äpfel und Birnen sind toll zu vergleichen!

Aha, der Generaldirektion Umwelt reichen die Vorschläge nicht? Mit diesem (von der EU verschuldeten) chaotischen Messsystem innerhalb Europa werden NIEMALS vergleichbare Werte abgebildet. Wir wollen innerhalb der EU feststellen welche Wasserqualität wir haben? Dann MUSS die EU ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Die EU ein Saustall ohne Ende

wird noch weitere Überraschungen bringen. zB Grossbritanien da fällt ein großer Nettozahler der so 7 Milliarden jährlich eingebracht hat weg, dafür kommen die Türkei, der Rest von Yugoslawien (Kosovo, Serbien, Montenegro,..) den die Deutschen damals ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Uns platzt bald der Kragen, wenn nicht endlich richtig über die N- Messung aufgeklärt wird!

Die Politiker empfinden es als Gang nach Kanossa, wenn sie über ihre eigenen Messstellen und Messungen in Brüssel berichten sollten. Aber für die Scham eine ganze Branche bluten zu lassen, empfinden wir Landwirte und Bauern als einen Verrat dem eigenem Volk gegenüber!

von Rudolf Rößle

Nächste

Schritt wird sein, dass die Tierzahl an die bearbeiteten Flächen angepasst werden soll und Gülleabnahmeverträge nur noch eingeschränkt zulässig sind. Ich könnte mir auch vorstellen , dass Satelliten die Ertragserwartungen für Regionen ausmessen und Düngeempfehlungen vorschreiben. ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Die Veranwortlichen.....

....für das Desaster sitzen in Berlin und Bonn. Es wäre höchste Zeit, dass da mal die Staatsanwaltschaft vorbei schaut!!

von Wilhelm Grimm

Generaldirektion Umwelt unter Einfluss der grünen NGOs !

Wenn wir nicht untergehen wollen, müssen wir zunächst zugeben, dass wir getunte Messergebnisse nach Brüssel gemeldet haben. Wir wollten unsere eigenen Landwirte unterjochen, um Nahrung aus fernen Ländern importieren zu können, und auch um in unserer herrlichen und intakten ... mehr anzeigen

von Hans-Peter Mahler

Was bitte den möchte denn die EU?

Das sich Deutschland komplett aus der Nahrungsmittelproduktion verabschiedet um Platz zu machen fürfragwürdige Drittlandsexporte. Oder sollen tausende Betriebe Insolvenz anmelden und abgewickelt werden um Platz für Heuschrecken Investoren und Naturschutzgebiete zu machen? Ich frage ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Lug u. Betrug was da abgeliefert wurde

https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/126/1812693.pdf Den ganze Text findet man auf Facebook. Da wurde ganz viel rumgetrixt damit es passte....... Diejenigen müsste man in Regress nehmen.

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