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Yara Frankreich warnt vor nicht mehr bezahlbarem Stickstoff

Die Stickstoffpreise sind inzwischen so hoch, dass einige Landwirte nicht mehr düngen können. Der Chef von Yara Frankreich warnt auch, dass Versorgungsunterbrechungen nicht auszuschließen sind.

Lesezeit: 2 Minuten

Vor nicht mehr bezahlbaren Preisen für Mineraldünger hat der Präsident von Yara Frankreich, Nicolas Broutin, gewarnt. Nach seinen Worten ist mittlerweile ein Preisniveau erreicht, das dazu führt, dass „bestimmte Bereiche der Landwirtschaft“ nicht mehr in diese Betriebsmittel investieren können.

Broutin wies darauf hin, dass die Einkäufe von Stickstoffdünger im vergangenen Wirtschaftsjahr bereits um 15 % eingebrochen seien. Für die laufende Kampagne 2022/23 ist nach seiner Einschätzung „ein ungefähr gleiches Szenario“ im Gange.

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Weiter abhängig vom Import

Der Präsident von Yara Frankreich stellte zudem fest, dass auf einem „extrem angespannten“ Markt Versorgungsunterbrechungen nicht „völlig ausgeschlossen“ werden könnten. Selbst bei vollständiger Auslastung der Yara-Fabriken in Frankreich müssten noch etwa 60 % des benötigten Stickstoffdüngers importiert werden.

Dieser stamme insbesondere aus der Yara-Fabrik im belgischen Tertre. Die dortige Produktion mache zwischen 20 % und 25 % der Mengen des Konzerns für Frankreich aus.

Konzern pfeift Franzosen zurück

Indes widersprachen sowohl ein Sprecher der Yara-Konzernleitung in Norwegen als auch des Werks in Belgien auf Aussagen von Broutins basierenden Agenturmeldungen, wonach die Produktion in diesem belgischen Werk „in den nächsten Tagen“ vollständig eingestellt werde. Diese Nachricht beruhe auf einem „Missverständnis“.

Broutin erklärte außerdem, dass die Industrie Schwierigkeiten habe, Lkw zu finden, um die Landwirte mit Düngemitteln zu beliefern. Dem Unternehmenspräsidenten zufolge sind die Kosten für Energie und Gas zwischen 2021 und 2022 um 500 % beziehungsweise 341 % gestiegen. Damit sei die Ammoniakproduktion in Europa nicht mehr in der Lage, Düngemittel wettbewerbsfähig herzustellen.

Aktuell beliefen sich die Produktionskosten pro Tonne Ammoniak auf umgerechnet rund 2.500 € bis 3.000 €, „während die gleiche Menge auf dem internationalen Markt 1.300 € wert ist“. Infolgedessen stünden 65 % der europäischen Produktion des norwegischen Konzerns „auf unbestimmte Zeit“ still.

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