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topplus Reportage zur Umnutzung

Umnutzung: Hennen im ehemaligen Sauenstall

Familie Feldwieser hat 2016 von Zuchtsauen auf Legehennen umgestellt und dafür nach und nach alle Ställe umgebaut.

Lesezeit: 3 Minuten

Als klar war, dass unser Sohn Jakob in die Landwirtschaft einsteigt, überlegten wir, wie wir unseren Betrieb neu ausrichten“, blicken Markus und Sandra Feldwieser aus Bopfingen im Ostalbkreis (Baden-Württemberg) auf das Jahr 2015 zurück. Sie gaben damals die Jungsauenvermehrung mit 220 Zuchtsauen auf, weil sie nicht mehr wirtschaftlich war.

Die Wahl fiel auf die Legehennenhaltung mit Freilandhaltung und Direktabsatz. Sandra Feldwieser hatte schon länger mit diesem Betriebszweig geliebäugelt. Zudem sahen Feldwiesers hier noch viel Potenzial für die regionale Vermarktung. Weiterer Grund: Die Sauen- und Aufzuchtställe ließen sich mit überschaubarem Aufwand für die Legehennenhaltung umnutzen.

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Stallhüllen blieben

Die Hüllen der Ställe blieben weitgehend bestehen. Lediglich den Boden der Ställe mussten sie auf das Niveau der bisherigen Güllekanäle absenken, damit die Deckenhöhen reichten. Und in die Wände kamen zusätzliche Öffnungen für Fenster und zu den Ausläufen.

2016 baute die Familie mit viel Eigenleistung den Abferkelstall zum Hennenstall mit 2x3.500 Plätzen um und richtete dort auch einen Sortierraum und Hofladen ein. 2018 folgte der Umbau des Jungsauenaufzuchtstalls für 3.000 Hennenplätze und 2020 der des Deck- und Wartestalls für 2.000 Plätze.

„Das schrittweise Umbauen hatte den Vorteil, dass wir unsere Absatzwege nach und nach aufbauen konnten“, erläutert Markus Feldwieser. Denn der Betrieb vermarktet alle Eier über den Hofladen, über Verkaufsautomaten und über Filialen von Lebensmitteleinzelhändlern wie Edeka, Rewe und Kaufland in der Region. Zudem stemmte Familie Feldwieser den Umbau fast komplett in Eigenleistung. Deshalb konnte sie die Investitionskosten auf 25 € pro Platz begrenzen. „Bei einem Neubau wären es 100 € pro Platz gewesen“, so Markus Feldwieser.

Lärmgutachten für Hennen

Die Genehmigung für den Umbau auf dem Aussiedlungsstandort lief problemlos. Feldwiesers hatten zuvor das Projekt dem Ortschaftsrat vorgestellt. Weil ein Anwohner befürchtete, dass die Hennen im Auslauf zu viel Lärm verursachen könnten, ließ die Familie ein Lärmgutachten erstellen. Dieses kam zum Ergebnis, dass die Emissionen unbedenklich sein würden.

Von Vorteil war auch, dass Feldwiesers bereits bei den Vorplanungen die Geflügelberaterin der Landwirtschaftsverwaltung einbezogen hatten, die zum Bauantrag Stellung beziehen musste.

Rückblickend hat sich die Umnutzung für Familie Feldwieser als richtiger Schritt erwiesen, auch wenn der Arbeitsaufwand während der Umbauphase sehr hoch war und es etwas dauerte, bis sich die Legehennenhaltung gut rechnete. 

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