Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Europawahl 2024 DLG-Feldtage 2024

topplus Der Blick von außen

Selbstbewusst vermarkten: Entwickeln Sie Ihre eigene Marke!

Landwirte müssen ihre Qualitätsführerschaft hervorheben, fordert Prof. Harth in seinem Buch „Agrarmarketing: Anforderungen an eine qualitätsorientierte Vermarktung von Agrargütern" (Verlag Ulmer).

Lesezeit: 2 Minuten

Unser aktueller Blick von außen kommt vonProf. Michael Harth von derHochschule Neubrandenburg. Er hat gerade ein neues Buch zum AgrarmarketingimVerlag Eugen Ulmer veröffentlicht.

Landwirte zwischen ökonomischen Zwängen und steigenden Anforderungen

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Die Zeiten der Unbeschwertheit in der Landwirtschaft mit guten Erzeugerpreisen und Anerkennung durch die Gesellschaft sind schon lange vorbei. Oder gab es sie überhaupt einmal?

Es passt vieles nicht (mehr) zusammen: Einerseits sind Landwirte heute gezwungen, möglichst günstig und in hoher Menge zu produzieren, um Gewinne erzielen zu können. Andererseits sehen sie sich mit immer höheren und damit kostensteigenden Anforderungen im Pflanzenbau und in der Tier­haltung konfrontiert, verbunden mit teils ungesunden Abhängigkeiten zur „aufnehmenden Hand“. Ein Dilemma, das schon (zu) lange anhält.

Wirtschaftliche Souveränität aufbauen

Was tun? Darüber haben sich schon viele den Kopf zerbrochen. In der Regel versuchen Agrarpolitik und Interessenverbände ganze Branchen zu schützen, z. B. „den“ Schweinefleischmarkt, „die“ Milchwirtschaft oder „den“ Rapsanbau. Dabei steht meist die Gesamtmenge an Agrargütern, die es in gewisser Weise planwirtschaftlich zu regulieren gilt, im Mittelpunkt – jedenfalls wenn man an Überproduktion, Selbstversorgungsgrade und Exportquoten denkt.

Die einzelnen Landwirtinnen und Landwirte agieren in diesem Zusammenhang als sogenannte „Mengenanpasser“, die keinen Einfluss auf die Preisbildung haben, sie produzieren austauschbare bzw. anonyme ­Rohstoffe, auf dem Weltmarkt als Commodities bezeichnet.

Ein möglicher Weg, um aus diesem Dilemma herauszukommen und wirtschaftliche Souveränität aufzubauen, kann ein professionelles und einzelbetriebliches Agrarmarketing sein. Damit ist der differenzierte Einsatz von modernen Instrumenten des Marketings gemeint, das über die landwirtschaftliche Direktvermarktung hinausgeht.

Es zielt insbesondere auf das „B2B-Marketing“ mit anderen Unternehmen in der Lebensmittelkette ab. Hier spielen Kundenbeziehungsmanagement, Produkt- und Markenpolitik, koopera­tives Marketing, E-Commerce und Kommunikationspolitik eine herausragende Rolle.

Ein qualitätsorientierter Vermarktungsansatz, sozusagen eine „De-Commoditisierung“ von Agrargütern, kann zu einem neuen Selbstverständnis landwirtschaftlicher Betriebe führen: Hin zu einer selbstbewussten und profitablen Qualitätsführerschaft, die den ei­genen Betrieb mittel- bis langfristig auf sichere Füße stellt und die Zufriedenheit aller Beteiligten in der Lebens­mittelkette steigert. Wunschdenken? Probieren wir es aus: Vermarkten Sie selbstbewusst. Sie haben das beste Getreide der Welt!

Ihre Meinung ist gefragt!

Der Blick von außen zeigt, wie die ­Landwirtschaft von außen gesehen wird und ist nicht die Meinung der Redaktion. Wie stehen Sie dazu? Schreiben Sie uns: redaktion@topagrar.com

Mehr zu dem Thema

top + Willkommensangebot: 3 Monate für je 3,30€

Alle digitalen Inhalte und Vorteile eines top agrar Abos

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.