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Warnung

Droht Agri-Photovoltaik das gleiche Schicksal wie der Biogaserzeugung?

Die heutige Verteufelung der Biogaserzeugung sollte Mahnung sein, dass das Gleiche mit der jetzt beschworenen Agri-Photovoltaik passieren könnte. Schon einmal hatten die Bauern den Grünen vertraut.

Lesezeit: 2 Minuten

„Landwirte sind die Ölscheichs der Zukunft“, bewarb Anfang der 2000er Jahre die damalige grüne Bundeslandwirtschaftsministerin angesichts einer drohenden Energieknappheit den massiven Ausbau der Bioenergie in Deutschland. Die Landwirte folgten dem Aufruf und investierten intensiv in den Biogasausbau, erinnert die OrganisationLand schafft Verbindung Saarland.

Nachdem dann negative Auswirkungen auf Flora und Fauna erkennbar und die gesellschaftliche Akzeptanz lauter wurde, schwand der politische Rückhalt. LsV beklagt, dass heute gerade von den Grünen und auch grünen Befürwortern massive Kritik an dieser Form der Energiegewinnung komme. Plötzlich sei die Landwirtschaft verantwortlich für das Artensterben in Tier- und Pflanzenwelt.

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Nun plane die Bundesregierung erneut eine Neugestaltung der Energieversorgung mit Agri-Photovoltaik auf dem Acker. „Leider ist zu befürchten, dass gerade in Bezug auf die heimische Landwirtschaft mit diesen unüberlegten ideologisch geprägten Schnellschüssen wieder genau ähnliches passiert, wie seinerzeit mit der Strategie der Bioernergieerzeugung“, warnt LsV.

Laut dem Zusammenschluss von Bauern will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bis Ostern 2022 in einem Schnellverfahren eine neue Energiestrategie „Agrophotovoltaik“ vorlegen. LsV befürchtet aber, dass auch diese Strategie zu Veränderungen in der Fauna und Flora in Deutschland führen wird. Die „Schuld“ könnte dann wiederum bei den Landwirten gesucht werden, die nur auf „Profit“ aus seien, heißt es. „Schnell wird dann von eben jenen, die diese Strategie ins Leben gerufen haben, der Ruf nach Ausweitung von Schutzgebieten zum Überleben der Tier- und Pflanzenwelt in Deutschland laut werden.“

LsV Saar ist nach eigener Aussage nicht gegen Solaranlagen auf Agrarflächen, empfiehlt aber, bereits versiegelte Flächen wie Autobahnen, Bahnstecken, Parkplätze oder ähnliches für solche PV Projekte zu priorisieren, da auch auf diesen Flächen bereits eine gewisse Infrastruktur vorhanden ist, die solche Vorhaben bedeutend erleichtert. Weiter halte man eine Pachtpreisdeckelung von Pachtzahlungen zur Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen mit Agrophotovoltaik auf Höhe des ortsüblichen Pachtzinsniveau für unabdingbar. Nur so habe die heimische Landwirtschaft eine Chance, dem sogenannten „land grabbing“ kapitalstarker Investoren entgegen zu wirken und nur so könnten gerade in Realteilungsgebieten die bestehenden Strukturen von Familienbetrieben erhalten werden.

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