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SPD will Grünland in Agri-Photovoltaik-Pläne hinein verhandeln

Die grünen Bundesministerien schließen Grünland bei der Förderung von Agri-Photovoltaik aus. Das will die SPD ändern. Die FDP gibt sich kompromissbereit.

Lesezeit: 3 Minuten

Die grünen Bundesministerien wollen Agri-Photovoltaikanlagen auf Grünland bei dem von ihnen geplanten Ausbau der Photovoltaik auf Freiflächen von der Förderung ausschließen. „Dahinter steht die Bewertung, dass Grünland ökologisch wertvoller ist als Acker. Agri-PV soll daher auf die Ackerflächen“, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zur Begründung gegenüber top agrar mit.

SPD will Grünland in Förderung einbeziehen

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Damit will sich der Koalitionspartner SPD nicht zufriedengeben. „Wir dürfen die Grünlandflächen nicht vergessen. Hier müssen wir nachverhandeln, damit alle gleichermaßen von der Regelung profitieren. Momentan fallen viele Landwirte mit dieser Regelung durch das Raster, die hautsächlich Grünlandflächen besitzen“, sagte die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Susanne Mittag. Grundsätzlich steht die SPD allerdings hinter dem Vorhaben, dass die drei grünen Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft vergangene Woche vorgeschlagen haben.

FDP für Ausbau von Freiflächenanlagen „mit Augenmaß“

Offen für die Aufnahme von Grünland in die Agri-PV-Förderung zeigt sich auch die FDP. „Wenn eine Grünlandnutzung mit PV-Anlagen technisch kombinierbar ist, wäre es falsch das jemanden zu verwehren“, sagte der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Gero Hocker gegenüber top agrar. Generell plädiert Hocker jedoch für einen Ausbau von Freiflächenanlagen „mit Augenmaß“. Die Anlagen dürften nicht auf wertvollen Ackerflächen, sondern nur auf „eingeschränkten Flächen“, die vorbelastet seien oder schwache Bodenpunkte aufwiesen, entstehen, so Hocker.

Die grünen Bundesministerien wollen den Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik in das Osterpaket zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien von Wirtschaftsminister Robert Habeck einbringen. Es wäre eines der ersten Gesetzesvorhaben, dass die neue Bundesregierung vorlegt. Habeck rechnet damit, dass auf landwirtschaftlichen Flächen bis zu 200 Gigawatt zusätzliche PV-Leistung installiert werden kann. Heute sind es knapp 60 Gigawatt. Für ein Megawatt Leistung werden rund 1 ha fällig. Bei 200 Gigawatt würden somit 200.000 ha beansprucht.

Der geplante Ausbau konzentriert sich insbesondere auf Agri-PV-Anlagen auf Ackerflächen, Solarparks in benachteiligten Gebieten und auf wiedervernässten landwirtschaftlich genutzten Moorstandorten. In den benachteiligten Gebieten sollen laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) PV-Anlagen auch auf Grünland mit EEG-Förderung möglich sein.

BMEL teilt Sorgen vor einem Pachtpreisboom

Die Befürchtung aus der Landwirtschaft, dass Freiflächenanlangen den Bodenmarkt weiter anheizen, teilt auch das BMEL. „Deshalb sollen vorrangig Dach- und Gewerbefläche, also bereits versiegelte Grundflächen, genutzt werden sowie Agri-PV (die landwirtschaftliche Nutzung weiterhin ermöglichen)“, teilt es gegenüber top agrar mit. Bereits jetzt trieben Unternehmen, die Freiflächen-Anlagen errichten oder betreiben, die Pachtpreise in die Höhe, räumt das BMEL ein. Derartige Pachten könnten aus landwirtschaftlicher Tätigkeit nicht erwirtschaftet werden.

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