Beschleunigung der Energiewende

Energieminister wollen geringere EEG-Umlage und bessere Bedingungen für Wasserstoff

Ab 2025 soll die EEG-Umlage nach Ansicht der Länderenergieminister auf Null sinken. Außerdem fordern sie, dass auch EEG-Anlagen „grünen“ Wasserstoff produzieren dürfen.

Die Energieminister der Bundesländer haben bei ihrem gestrigen Treffen in Berlin mehrere Beschlüsse zur Beschleunigung der Energiewende gefasst:

Reform der EEG-Umlage

Die Länder fordern auf Antrag von Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine grundlegende Reform der EEG-Umlageregelung. Die EEG-Umlage soll auf Null absinken. Hintergrund sind laut Niedersachsens Energie- und Umweltminister Olaf Lies die hohen Strompreise. „Spätestens 2025 muss die EEG Umlage auf Null sein. Das reduziert den Strompreis um mehr als 6,5 cent pro Kilowattstunde“, sagte Lies.

Elektrolyse überall in Deutschland

Zudem sollen regionale Wasserstoffcluster entstehen, die miteinander verknüpft werden müssen. Die notwendigen Elektrolyseure sollen netz- und systemdienlich positioniert werden. Gerade an der Küste, wo große Mengen erneuerbare Energien vorhanden sind, sollen in Zukunft zentrale Standorte zur Erzeugung von grünem Wasserstoff entstehen, die Arbeitsplätze und Wertschöpfung bieten. Doch sollen auf Anregung von Baden-Württemberg nicht nur im Norden, sondern...


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