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Ökologisches Feigenblatt

Hohes Zulassungsplus von Plug-in-Hybriden hat einen Haken

Die Zulassungen neuer Plug-in-Hybrid-Autos hat Ende 2019 stark zugenommen. Warum der umweltfreundliche Eindruck täuscht und sogar das Gegenteil erreicht wird, lesen Sie hier...

Lesezeit: 2 Minuten

Im Dezember 2019 verbuchte das Kraftfahrt-Bundesamt eine Zunahme der Zulassungen von Plug-in-Hybrid Autos um 198 %. Konkret kamen 5.580 neue PKW mit der Kombination aus Elektro- und konventionellem Motor auf die Straße. Im November waren es sogar plus 216 %! Damit übertrafen die Plug-in-Hybride die Zulassungen reiner Elektroautos zum Jahresende deutlich.

Was auf den ersten Blick nach einer Verkehrswende aussieht und die Autohersteller als Erfolg feiern, ist tatsächlich aber ein Selbstbetrug, wie Umweltschützer meinen. Denn die Teilzeitstromer gelten als ökologisches Feigenblatt. Wie der Spiegel schreibt, verbrauchen sie in den genormten Tests zwar kaum Kraftstoff und stoßen deshalb nur äußerst wenig CO2 aus. Dieser Vorteil existiere bei einem Plug-in-Hybrid jedoch nur auf dem Papier: In der Realität liege der Verbrauch bei 6 l/100 km, statt der versprochenen zwei Liter.

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Ursache sind die Fahrer selbst, denn sie würden die Batterie selten oder nie laden. Das liege daran, dass es sich bei der Mehrzahl der zugelassenen Hybridwagen um Firmen-PKW handelt, für die meist Tankkarten ausgestellt werden. Die Ladekabel lägen meist originalverpackt im Kofferraum, zitiert der Spiegel einen Fachmann, der in England eine Studie durchgeführt hatte. Das gleiche Schicksal dürfte daher auch den neu zugelassenen deutschen Hybriden drohen - denn auch sie seien vor allem Dienstwagen.

Für Firmen seien solche Autos besonders attrakiv, sofern sie eine elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern haben - denn dann fallen sie unter die günstigere 0,5-Prozent-Regelung der Dienstwagenbesteuerung, heißt es. Die Plug-in-Hybride könnten so zur subventionierten CO2-Falle werden, warnt der Spiegel. Denn Fahrer von Dienstwagen würden oft lange Strecken zurücklegen, die weit über die rein elektrische Reichweite hinausgehen. Dann steige der Verbrauch jedoch drastisch, da der Verbrenner das Gewicht des Hybridsystems mitschleppen muss.

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