Neues Netzengpassmanagement

Weiterhin viele Fragen bei der Umsetzung von Redispatch 2.0

Das neue Netzengpassregime sollte schon seit dem 1. Oktober für mehr Sicherheit im Stromnetz sorgen. In der Praxis zeigen sich jedoch weiterhin Probleme bei der Umsetzung.

Am 1. Oktober haben die Stromnetzbetreiber in Deutschland mit dem „Redispatch 2.0“ ein neues Netzengpassregime eingeführt (siehe Beitrag „Redispatch 2.0: Neue Aufgaben für Anlagenbetreiber“ in top agrar 5/2021). Es hat das Einspeisemanagement abgelöst. Mit dem neuen System will der Gesetzgeber auf das zunehmende Abschalten der konventionellen Kraftwerke reagieren, die nach und nach vom Netz gehen müssen und daher für den Redispatch nicht mehr zur Verfügung stehen. Dazu kommt, dass immer mehr Wind- und Solaranlagen am Netz sind, die Strom nur sehr schwankend produzieren und in Zeiten von viel Wind und Sonne sowie geringem Stromverbrauch zu Netzengpässen führen.

Keine einheitliche Linie

Doch bei der Umsetzung gibt es noch praktische Probleme. „Dazu gehört, dass es etwa 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland gibt, von denen viele ein eigenes Konzept haben“, erklärt Florian Strippel, Leiter des Referats „Stromnetze und Systemdienstleistungen“ beim...


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