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Energiewende

Zubau von erneuerbaren Energien: Wind und Solar sind Zugpferde

Die Bundesnetzagentur hat erste Zahlen zum Zubau erneuerbarer Energien im Jahr 2023 ermittelt. Die installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen stieg um 17 GW auf jetzt 170 GW.

Lesezeit: 3 Minuten

Im Vergleich zum Vorjahr wurde 2023 rund 12 % mehr erneuerbare Energien-Leistung dazu gebaut. Heute sind knapp 170 Gigawatt (GW) installiert. Hauptanteil an dieser Entwicklung haben die Energieträger Solar und Wind, zeigen erste Schätzungen der Bundesnetzagentur. „Vor allem beim Zubau von Photovoltaik-Anlagen haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht. Die Zubau-Leistung hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „Beim Wind an Land sind wir noch nicht da, wo wir hin wollen. Optimistisch stimmt mich aber, dass 2023 deutlich mehr Genehmigungen ergangen sind. Das wird sich in steigenden Zubauzahlen auszahlen.“

Solar: Bayern ist Zubaumeister

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Der Zubau der Solarleistung hat sich 2023 mit 14,1 GW im Vergleich zum Vorjahreszubau fast verdoppelt. Dies ist auf zahlreiche private Anlagen zurückzuführen. Ebenfalls gab es einen verstärkten Zubau von Solaranlagen auf gewerblichen Dächern und auf Freiflächen. In Bayern wurde 2023 mit 3,5 GW die meiste Solarleistung installiert. Am Jahresende 2023 betrug die installierte Gesamtleistung in Deutschland 81,7 GW. Damit müssen künftig jährlich 19 GW zugebaut werden, um das Ausbauziel von 215 GW für Solar im Jahr 2030 zu erreichen.

Ein Großteil der privat betriebenen Gebäudeanlagen umfasst einen Speicher. 2023 war dies bei einem Anteil von ca. 70 % der Solaranlagen der Fall.

Als sogenannte Balkonanlagen (steckerfertige Solaranlagen) registrierte die Bundesnetzagentur 2023 etwa 260.000 Anlagen im Marktstammdatenregister. Dies sind dreimal so viele wie im Vorjahr. Dieser Boom an Balkonanlagen hat am gesamten deutschen Solarzubau einen Anteil von 1,5 % (0,2 GW). Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass die Zahl dieser Anlagen noch höher ist, da vermutlich nicht alle Balkonanlagen registriert sind.

Wind an Land: Schleswig-Holstein führt

Die im Jahr 2023 zugebaute Windleistung liegt mit 2,9 GW über dem Vorjahresniveau. In diesem Zubauwert sind von den neu in Betrieb genommenen Anlagen die stillgelegten Anlagen abgezogen. Die installierte Gesamtleistung am Jahresende 2023 beträgt damit 60,9 GW. Bis 2030 soll sich die installierte Leistung auf 115 GW steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jährlich 7,7 GW in Deutschland zugebaut werden.

2023 gingen die meisten Windenergieanlagen in Schleswig-Holstein (1,1 GW) neu in Betrieb. In den süddeutschen Flächenländern Bayern und Baden-Württemberg nahmen im vergangenen Jahr zusammen nur rund 0,08 GW an Windenergieanlagen neu den Betrieb auf (Bayern: 0,023, Baden-Württemberg: 0,054).

2023 ergingen 80 % mehr Genehmigungen für Windenergieanlagen an Land als im Vorjahr. Diese wurden für rund 8 GW ausgesprochen und werden voraussichtlich in den kommenden Jahren realisiert.

Wind auf See

2023 ging ein Windpark auf See mit 27 Windenergieanlagen neu in Betrieb. Dabei handelt es sich um den in der Ostsee liegenden Windpark Arcadis Ost I mit einer Leistung von 0,3 GW. Damit wurde 2023 in etwa genauso viel Windleistung auf See zugebaut wie im Vorjahr. Insgesamt ist eine Leistung von 8,5 GW in Ost- und Nordsee installiert.

Biomasse auf niedrigem Niveau

Der Zubau der Biomasseanlagen hat sich im Jahr 2023 mit 0,12 GW im Vergleich zum Vorjahr auf niedrigem Niveau verdoppelt. Den größten Anteil daran haben drei neu in Betrieb genommene Heizkraftwerke, die neben Strom auch Nutzwärme erzeugen. Damit sind insgesamt ca. 9 GW Biomasseleistung in Betrieb.

Das Marktstammdatenregister

Die Daten für das Gesamtjahr 2023 ermittelte die Bundesnetzagentur auf Basis der Registrierungen im Marktstammdatenregister. Für den Monat Dezember wurden sie abgeschätzt. Eine abschließende Analyse der Zubauzahlen wird mit der monatlichen Veröffentlichung der Bundesnetzagentur unter www.bnetza.de/eegiz Ende Januar 2024 veröffentlicht.

Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist ein umfassendes amtliches Register für alle stromerzeugenden Anlagen in Deutschland. Im MaStR müssen alle netzgekoppelten Stromerzeugungsanlagen und Batteriespeicher registriert werden. Dieses umfasst alle Anlagen bis auf wenige Ausnahmen. Die Bundesnetzagentur führt das MaStR.

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