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Foodwatch fordert Informationen über Verbleib männlicher Küken​

Seit dem Verbot des Kükentötens gibt es laut Foodwatch keine Informationen, dass die männlichen Küken aus Deutschland nicht doch im Ausland getötet werden. Sie fordern Informationen.

Lesezeit: 2 Minuten

Seit Anfang 2022 ist es in Deutschland verboten männliche Küken aus Legelinien nach dem Schlüpfen zu töten. Seit dem werden sie als Bruderhähne aufgezogen oder durch Geschlechtsbestimmungsverfahren aussortiert. Doch auch ein Jahr nach dem Start dieses Vorgehens, kommt weiterhin Kritik an der praktischen Umsetzung auf.

Bereits im Sommer 2022 waren Geflügelexperten geteilter Meinung über die Handhabung mit männlichen Küken. Bereits dort merkte der Vorsitzende des Bundesverbandes Ei, Henner Schönecke, im top agrar-Interview an: „Das Kükentöten wurde erfolgreich exportiert“.

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Genau diesen Gesichtspunkt greift nun auch die Organisation Foodwatch auf. Gegenüber der Funke Mediengruppe erklärte Foodwatch-Geschäftsführer Chris Methmann: „Fast neun Millionen männliche Küken sind in den ersten neun Monaten des Jahres in Deutschland geschlüpft – und niemand weiß oder will wissen, was mit den Tieren passiert.“

Laut Recherchen von Foodwatch hätten Hühner-Betriebe mehr als 300.000 männliche Küken ins Ausland transportiert, es gebe außerdem Anhaltspunkte dafür, dass sie dort unter Umständen doch getötet werden würden. Entsprechende Kontrollen gebe es bisher nicht, so Methmann. Ihm zufolge könne auch der Zentralverband der Geflügelindustrie über den Verbleib der männlichen Küken nur spekulieren.

Foodwatch fordert Zweinutzungshühner

Laut Foodwatch „doktere“ das Verbot des Kükentötens „nur an Symptomen eines kaputten Tiersystems herum“. Die Organisation fordert nun in einer eigenen Mitteilung, es müsse zurück gehen zur Haltung von „Zweinutzungshühnern“. „Wir müssen deutlich weniger Hühner halten, aus robusteren Rassen und in besseren Haltungsbedingungen, die die Tiere nicht krank und kaputt machen.“

Bisher gibt es keine EU-weiten einheitlichen Regularien für das Verbot des Kükentötens. Die EU-Agrarminister hatten bereits im Oktober eine zeitnahe Folgenabschätzung eines einheitlichen Verbots gefordert.

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