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topplus i.m.a.-Jahresrückblick

Verbraucher essen mehr Geflügel- als Rind- und Schweinefleisch

Die Verbraucher schwenken zunehmend auf Geflügelfleisch um. Am Schlachtmarkt sind gerade meist stabile Preistendenzen zu beobachten. Und die Haushaltskäufe von Putenfleisch haben sich erholt.

Lesezeit: 4 Minuten

Während der Schweinefleisch-Konsum in den vergangenen drei Jahrzehnten um 16,4 kg und der Rind- und Kalbfleischabsatz um mehr als 8 kg abgenommen haben, stieg der Verzehr von Geflügelfleisch um 10,2 kg. Das berichtet die i.m.a in ihrem neuen Bericht zur Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“.

Während die Rinderhaltung in Deutschland seit 1900 von 18,9 auf 10,5 Mio. Tiere abgenommen hat, stieg die Zahl der Tiere in der Schweinehaltung bis 2006 auf 28 Mio. Tiere. Erst seitdem nimmt sie ab; 2023 auf 20,9 Mio. Tiere. Hingegen hat sich die Geflügelhaltung mit 173,1 Mio. Tieren seit 2016 auf konstantem Niveau eingependelt. Bei Schweinefleisch betrug der Selbstversorgungsgrad zuletzt 132 %, während es bei Rindfleisch nur 98 % waren. Bei Geflügelfleisch lag er bei 108 %.

Während Geflügelfleisch innerhalb eines Jahres um 26,1 %teurer geworden ist, lag die Steigerung bei Rind- und Kalbfleisch bei 16,9 und bei Schweinefleisch bei 10,6 %.

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M A R K T 2 0 2 3

Haushaltskäufe von Putenfleisch erholt

Die Haushaltskäufe von Putenfleisch konnten sich im Jahr 2023 erholen. Sie beliefen sich laut Haushaltspanel des Marktforschungsinstituts GfK insgesamt auf 81.542 t, das waren 1,6 % mehr als 2022, meldet MEG - Marktinfo Eier & Geflügel.

Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wurde das 2022-Level übertroffen, und zwar um 4,5 %, während die Kaufmenge im ersten Halbjahr 2023 noch um 1,2 % unter dem Vergleichsniveau lag. Die Käufe von Putenfleisch konnten sich damit aber weniger beleben als die von Hähnchenfleisch (plus 3,8 % im Gesamtjahr). Dies dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass die Verbraucherpreise für Putenfleisch anhaltend über denen für Hähnchenfleisch lagen und bislang kaum nachgaben.

Erreichte der Verbraucherpreis für 1 kg frische Putenbrust im Inflationsjahr 2022 im Mittel aller Absatzwege im zweiten Halbjahr einen Wert von 11,12 € (inkl. MwSt.), so sank er bis zum zweiten Halbjahr 2023 nur auf 11,02 € je kg. Die sprach einer Preisreduktion von knapp 1 %.

Die Verbraucherpreise des Konkurrenzprodukts Hähnchenbrust sanken im gleichen Zeitraum um 2 % auf 10,27 €. In Sonderaktionen wurde zum Jahresende auch wieder die 8 Euro-Marke unterschritten.

Enten und Gänse im Plus

Saisongeflügel fand 2023 auf Ladenstufe wieder vermehrt Absatz, so MEG weiter. Im Gesamtjahr beliefen sich die Haushaltskäufe von Enten auf 13.837 t, das waren 2,2 % mehr als 2022, wenn auch noch 24,1 % weniger als 2021, als Corona-bedingte Effekte die Haushaltskäufe pushten.

Deutlicher fiel die Erholung am Gänsemarkt aus. Mit 9.892 t wurden im Jahr 2023 14,4 % mehr gekauft als 2022. Auch hier wurden die Mengen des Jahres 2021 aber noch verfehlt, und zwar um 23,0 %.

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Aktuell ist Geflügelmarkt meist ausgeglichen

Anfang Februar 2024 waren am Schlachtgeflügelmarkt meist stabile Preistendenzen zu beobachten. So bestätigten erste Meldungen für Februar auf breiter Front die Schlachtereiabgabepreise bei Lieferung an den Lebensmitteleinzelhandel, berichtet MEG weiter. Die Nachfrage entsprach im Wesentlichen dem für die Jahreszeit üblichen Niveau.

Weiterhin waren Enten aus deutscher Erzeugung auf Ladenstufe zu finden.

Hähnchenmarkt abwartend

Die hiesige Erzeugung an Hähnchenfleisch trifft auf eine kontinuierliche Nachfrage. Die Schlachtereiabgabepreise für Hähnchenfleisch blieben zum Monatswechsel überwiegend unverändert. Bleibt abzuwarten, ob sich die ab 1. Februar 2024 geltende erweiterte Kennzeichnungspflicht bezüglich Aufzucht- und Schlachtorten von Fleisch mittelfristig auswirken wird.

Putenmarkt: Rotfleisch rege nachgefragt

Rotfleischprodukte wurden auf Ladenstufe beworben. Die Angebote stießen dem Vernehmen nach auf ein reges Verbraucherinteresse. Der Absatz von Putenbrust war überwiegend stetig. Lose gehandelte Ware geriet preislich teils unter Druck.

Althennenpreise wieder fester

Die Althennenpreise in Deutschland zogen zuletzt gebietlich wieder etwas an. Auch aus dem benachbarten Ausland wurde diese Tendenz berichtet. Offensichtlich fällt das Angebot an Althennen inzwischen nicht mehr so umfangreich aus.


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