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Wolfsgipfel: Der Wolf ist Fakt und nicht Fake!

Der Wolf steht diese Woche im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Am Mittwoch debattiert der Bundestag über zwei Anträge, am Freitag lädt der DBV zum Wolfsgipfel und am 30. April ist Tag des Wolfes.

Lesezeit: 4 Minuten

Der Wolf breitet sich immer weiter aus, hat längst jegliche Scheu vor dem Menschen verloren und erobert weitere Gebiete – auch in der Nähe des Menschen, sodass Wolfsbegegnungen immer öfter, am helllichten Tage und auch immer intensiver vorkommen. Aus Sicht von Jörn Ehlers, Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen und Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement drängen das Thema Wolf und der zukünftige Umgang mit ihm.

"Es muss endlich etwas in Richtung aktives Wolfsmanagement geschehen“, fordert Ehlers. Deshalb finden in der Woche rund um den Tag des Wolfes am 30. April viele Aktionen statt, um die politisch Verantwortlichen auf die Problematik Wolf-Weidetiere-Mensch hinzuweisen.

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Mittwoch im Bundestag

Der Bundestag will am Mittwoch nach rund 45-minütiger Aussprache über Anträge der CDU/CSU-Fraktion und der AfD-Fraktion zum Wolfsbestand abstimmen, meldet unterdessen der Pressedienst Agra Europe. Die Ausschussempfehlungen zu beiden Anträge lauten „Ablehnung“.

Die Union fordert in ihrem Antrag die Bundesregierung auf, „den Erhaltungszustand des Wolfes in Deutschland unverzüglich zu definieren, jährlich zu bewerten und die Vernetzung und den Austausch der deutschen Wolfsbestände mit ihren Herkunftspopulationen in Ost- und Südeuropa und deren Größe mit zu berücksichtigen“. Zudem sollten die Kriterien und deren Gewichtung detailliert offengelegt werden, die der regelmäßigen Meldung des Erhaltungszustandes des Wolfes nach Brüssel zugrundeliegen.

Die Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz von 2020, mit denen eine vereinfachte Entnahme von Wölfen beabsichtigt war, hätten nicht die erhoffte Entlastungswirkung gebracht, argumentiert die Fraktion. Hingegen zeige das Wolfsbestandsmanagement in den EU-Staaten wie Schweden, Finnland oder Frankreich praxisgerechte und -konforme Möglichkeiten auf, wie im Rahmen des geltenden europäischen Artenschutzrechts ein nachhaltiges Wolfsbestandsmanagement gestaltet werden könne.

Es gelte, den ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen sowie dem Schutz von Wölfen und Weidetieren wie auch den Bedürfnissen der Menschen gleichermaßen zu genügen. Ähnliches fordert die AfD-Fraktion.

Muss erst wirklich was passieren?

Gerade in den wolfreichen Gebieten wie die Deich- und Küstenregion, wo Herdenschutz nur sehr schwer umzusetzen ist, oder in der Heideregion nehmen die Wolfsbegegnungen zu. „Das Zusammentreffen Mensch-Wolf reicht vom durch das Dorf spazierenden Wolf am Vormittag, vom Wolf am Zaun vor dem Kindergarten bis hin zu Grenzsituationen, wenn Pferde scheuen und Ross und Reiter in Lebensgefahr geraten. Muss erst wirklich was passieren?“, fragt sich Jörn Ehlers und fordert für seine Partner im Aktionsbündnis konsequente Regeln für eine Bestandsregulierung und den Abschuss auffälliger Wölfe.

Auch die Jägerschaften an der Nordseeküste sind in großer Besorgnis. Sie haben mit der sogenannten „Auricher Erklärung“ ihre Position deutlich zum Ausdruck gebracht, indem sie dem Deichschutz und der Deichsicherheit zum Schutz von Menschenleben Vorrang geben. Damit verbunden sind wolfsrudelfreie Zonen in den küstennahen Landkreisen zum Schutz der für den Deich- und Küstenschutz notwendigen und naturvertraglichen Nutztierhaltung und Weidewirtschaft durch Rinder, Schafe und Pferde.

Wolfsgipfel am Freitag

Zu einem „Wolfsgipfel“ laden deshalb der Deutsche Bauernverband (DBV) und „4D – Digitalagentur für das Land“ am 28. April nach Berlin und digital per Online-Teilnahme ein.

Von 10 bis 11.30 Uhr werden die Teilnehmer mit verschiedenen Beiträgen der Referenten zu Herdenschutz, Wolfsmanagement, Weidetierhaltungsstrategien, Entnahme von Problemwölfen sowie Pferdezucht und Wolf auf den aktuellen Stand gebracht.

Um 11.30 Uhr startet die Diskussionsrunde „Quo vadis Wolf“ mit dem DBV-Umweltbeauftragten Eberhard Hartelt, der bairischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Nabu-Deutschland-Präsidenten Jörg-Andreas Krüger und Landwirt sowie Wolfsbeauftragter Jens Schreinicke.

Unter diesem Link können sich Interessierte sowohl für die Vor-Ort-Veranstaltung als auch für die Online-Teilnahme anmelden.

„Das Landvolk Niedersachsen wird zudem mit Videos betroffener Weidetierhalter in den sozialen Medien am Tag des Wolfes auf dieses für unsere Weidetierhalter so wichtige Thema aufmerksam machen“, lädt Jörn Ehlers alle Freunde der Weidetierhaltung zur Unterstützung ein.

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