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Auslandssemester: Schweizer Agrarstudent in Neuseeland

Mit vier Freunden aus dem Studium flog Tobias Strahm im Sommer 2023 für fünf Monate zu einem Auslandssemester nach Lincoln, Neuseeland.

Lesezeit: 3 Minuten

Eine fixe Idee zwischen zwei Freunden, eher im Spaß ausgesprochen: So begann die Planung des Auslandsaufenthalts für Tobias Strahm. Sein drittes Semester, von August bis Dezember 2023, hat er gemeinsam mit vier Bekannten aus dem Studium im neuseeländischen Lincoln verbracht. Aktuell besucht der Schweizer die Hochschule für Agrar, Forst und Lebensmittel in Bern, sein Fachgebiet: Agronomie.

Dadurch, dass die Hochschule in Bern kein Abkommen mit der Lincoln University hatte, mussten die Studenten die Organisation komplett selbst übernehmen. So galt es z. B. für jedes Fach abzugleichen, ob die Leistungen angerechnet werden konnten. „Teils war es schwierig, nichts zu vergessen. Wir ­haben uns gegenseitig unterstützt“, sagt er. Hilfe fand das Quartett zudem bei der deutschen Studienberatung ­„GOstralia!-GOmerica!“. Offen blieb schließlich nur die Frage der Finanzierung: „Bei uns gibt es keine Stipendien wie in Deutschland. Die Kosten konnte ich mit meinen Ersparnissen vom Militär und der Unterstützung meiner Eltern stemmen“, sagt der Student.

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Die letzte Prüfung in Bern schrieb Tobias Strahm an einem Freitag, montags darauf ging sein Flieger und am Donnerstag startete der Uni-Alltag in Neuseeland. Neben Europäern und Amerikanern lernte er viele Asiaten und Inder aus der Grünen Branche kennen. „Es war cool, sich auszutauschen und jetzt viele Kontakte zu haben“, sagt er.

Andere Dimensionen

Während des Semesters habe er fachlich vor allem vom Input zum Frucht- und Gemüseanbau profitiert. „Zu Hause bauen wir Erdbeeren an, aber ich fand auch die Ansichten zum Kartoffelanbau sehr interessant“, sagt er. So konnte der Junglandwirt auch eine Woche als Praktikant in einem neuseeländischen Kartoffelunternehmen arbeiten und dort u. a. Bodenproben sammeln.

Insgesamt lag ihm der praxisorientierte Ansatz mit vielen Exkursionen in Lincoln mehr als das Theoriepauken im Grundstudium. „Die Betriebsleiter waren sehr offen und haben uns viel gezeigt. Was mich zum Staunen brachte, war, wie effizient und wirtschaftlich sie handeln. Auf den Betrieben in Neuseeland wird vor jeder Handbewegung gerechnet, ob sie sich lohnt“, sagt der 22-Jährige. Viele seiner einheimischen Kommilitonen seien durch die Orientierung am Weltmarkt und den Druck von Investoren nicht in der Lage, Familienbetriebe zu übernehmen. „Dass wir in der Schweiz dank der Subventionen von 30 ha Ackerbau und Milchvieh leben können, war für einige unvorstellbar. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt“, sagt Tobias Strahm.

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