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"Women in Agribusiness"-Gründerin Hella Otten über Frauennetzwerke in der Landwirtschaft

Hella Otten gründete vor sechs Jahren das Netzwerk "Women in Agribusiness", in dem sich heute über 100 Mitglieder aus dem vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft austauschen.

Lesezeit: 3 Minuten

Hella Otten (53) wuchs auf einem Betrieb in Westertimke bei Bremen auf. Nach dem Abitur studierte sie Agrarwissenschaften in Kiel, danach arbeitete sie im Agrarhandel. Seit 23 Jahren ist sie nun bei der Norddeutschen Landesbank.

Frau Otten, Sie sind Spezialistin für ­Risikomanagement bei der Norddeutschen Landesbank. Vor sechs Jahren ­haben Sie außerdem „Women in Agribusiness“ gegründet, ein Netzwerk für Frauen im Agrarbereich. Warum?

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Otten: Ich hätte mir selbst oft einen Coach oder eine Mentorin gewünscht. Deshalb habe ich „WiA“ aufgebaut. Laut vorgelesen klingt das beinahe wie „Wir“ und fasst meine Motivation gut zusammen: Wir Frauen müssen uns ­gegenseitig helfen. Im Agrargeschäft findet man uns immer noch zu selten. Vernetzt zu sein und einen guten Austausch mit Berufskollegen zu pflegen, spielt heute eine wichtige Rolle.

Wer sind die „Women in Agri­business“?

Otten: Insgesamt sind wir gut 100 Frauen aus den vor- und nachgelagerten Bereichen der Landwirtschaft, z. B. aus Agrarhandel, Genossenschaften, ­Getreide- und Ölmühlen, Landtechnik oder der Finanzszene. Darunter sind ­Inhaberinnen und Vorständinnen, ­Geschäftsführerinnen, Direktorinnen und Bereichsleiterinnen. Unser jüngstes Mitglied ist knapp dreißig, das älteste noch keine sechzig. Für die Zukunft wünsche ich mir, Frauen aus weiteren Bereichen wie der Wissenschaft zu ­gewinnen. Ich möchte, dass WiA ­stärker in der Qualität als in der Mitgliederzahl wächst. Vielfalt ist ein wichtiger Faktor beim Netzwerken.

Das klingt, als ständen die Frauen förmlich Schlange?

Otten: Inzwischen haben wir unsere Kapazitäten fast erreicht. Doch anfangs musste ich viel Überzeugung leisten. Ein Netzwerk lebt davon, Menschen aus unterschiedlichsten Kreisen und ­Altersstufen kennenzulernen. Bei den Treffen nehmen wir uns deshalb am zweiten Tag immer Zeit, das Unter­nehmen derjenigen zu besichtigen, die für die Organisation zuständig war.

Was würden Sie jemandem raten, der auch ein Netzwerk gründen möchte?

Otten: Sich im Vorfeld Verbündete zu suchen und herauszuarbeiten, was die Netzwerkerinnen motivieren kann, sich einzubringen und zu beteiligen. Ein Ambiente zu schaffen, das einladend ist und das Gefühl vermittelt, Teil von etwas Schönem und Besonderem zu sein, stärkt ebenso das Wir-Gefühl.

Sie sind selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen. Welche Lektion ­nehmen Sie von dort mit?

Otten: Die Arbeit nicht nur anzufangen, sondern damit auch fertig zu werden. Das gilt auch heute noch. Ich habe die innere Sicherheit, alles, was tagsüber anfällt, schaffen zu können.

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