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topplus Landtagswahlen in Bayern

30 % Bio in Bayern bis 2030: Ist das sinnvoll?

Infolge des Volksbegehrens soll Bayern bis 2030 den Bioanteil auf 30 % steigern. Kurz vor der Landtagswahl in Bayern haben wir die Parteien gefragt, ob sie das für sinnvoll halten.

Lesezeit: 3 Minuten

Deutlich mehr als vor früheren Landtagswahlen kämpfen die politischen Parteien in Bayern in diesem Jahr um die Gunst der Landwirte. Neben der CSU, die seit vielen Wahlperioden das Agrarressort besetzt, verstehen sich u. a. auch die Freien Wähler, die Grünen und die AfD als Verfechter einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Gerade bei der Frage, ob das gesetzlich verankerte Ziel, den Bioanteil bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 30 % zu steigern, sinnvoll ist und mit welchen Maßnahmen dies zu erreichen ist, gehen die Vorstellungen zwischen den Parteien weit auseinander.

Grüne: Kostenfreies 100 % biologisches Mittagessen in Schulen

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Erwartungsgemäß ist bei den Grünen die Unterstützung für den Ausbau des Ökolandbaus am stärksten ausgeprägt. Sie halten das gesetzlich verankerte Ziel von 30 % für absolut sinnvoll und erstrebenswert, weil die ökologische Landwirtschaft gut für die Artenvielfalt, das Wasser und den Boden sei. Einen großen Hebel sehen sie bei der Gemeinschaftsverpflegung. Sie fordern eine feste Bio-Quote in den staatlichen und öffentlichen Kantinen und ein kostenfreies 100 % biologisches Mittagessen in Schulen. Zudem sollte nach dem Willen der Grünen die Biozertifizierung von Lebensmittelhandwerksbetrieben, Kantinen und Gaststätten finanziell unterstützt werden.

Die SPD hält eine Zielvorgabe für sinnvoll, weil es sonst nicht genügend Anstrengungen gebe, den Bioanteil signifikant zu steigern. Auch sie sieht in der Erhöhung des Bioanteils in der Gemeinschaftsverpflegung eine wichtige Maßnahme, diesem Ziel näherzukommen.

CSU: Einkaufsverhalten der Verbraucher entscheidet über Entwicklung

Die CSU, die mit den Freien Wählern die aktuelle Regierung stellt, verweist auf ihre Anstrengungen zur Stärkung des Bioanteils. Inhalte des Ökolandbaus in Schule und Studium, flächendeckende Beratung, Unterstützung von Ökomodellregionen, Kennzeichnung durch das bayerische Biosiegel und höchstmögliche Förderung über das Agrarumweltprogramm KULAP: Kein anderes Bundesland fördert laut CSU den Ökolandbau so wie Bayern. Nach den Erfahrungen mit der Inflation sieht die CSU das Erreichen des 30 %-Ziels zusammen mit einer entsprechenden Entwicklung am Markt. Ein Steigerung der Produktion ohne gleichzeitigen Absatz führe nur zu Preisdruck und schade dem gesamten Biosektor. Die weitere Entwicklung hänge deshalb vom Einkaufsverhalten der Verbraucher ab. Einen „Konsumzwang“ von Bio-Lebensmittel lehnt die CSU ab.

Eine ähnliche Position nehmen dieFreien Wähler ein. Eine feste Zielvorgabe sei immer schwierig, da hierfür die Bedingungen und der Markt stimmen müsse. Ähnlich wie die Grünen und die SPD sehen auch die Freien Wähler in der Gemeinschaftsverpflegung und in Kantinen großes Potenzial für heimische Bioprodukte. Die Umstellung auf Ökolandbau sei immer eine einzelbetriebliche Entscheidung, man setze sich aber weiterhin dafür ein, dass umsteigewillige Betriebe unterstützt werden.

FDP und AfD lehnen staatliche Quote ab

Die FDP und die AfD lehnen eine staatlich festgelegte Quote ab. Beide Parteien vertreten die Auffassung, dass der Anteil der Ökoproduktion in Bayern automatisch nach oben gehe, wenn die Nachfrage der Verbraucher nach Biolebensmitteln steige.

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