top agrar plus Serie Betriebsstrategien

Betriebszweig erweitern, neu eröffnen oder kooperieren? So gehen Sie das Thema an

Wachsen mit dem bestehenden Standbein, einen neuen Betriebszweig eröffnen oder lieber eine Kooperation eingehen? Wir zeigen Ihnen, welche Schritte dabei helfen, den richtigen Weg zu finden.

Wie soll es mit dem Betrieb weitergehen? Was ist unser Ziel? Diese Frage ist für viele Landwirte spontan derzeit schwer zu beantworten.

Doch wer etwas in sich hineinhört, bekommt in der Regel schon ein Gefühl dafür, was die eigenen langfristigen Ziele sind: Vielleicht ist es die Übergabe des Hofes an die nächste Generation, die Reduzierung der Arbeitslast oder einen neuen Betriebszweig zu eröffnen.

Und über all dem schwebt die Anforderung, rentabel zu arbeiten und ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Doch wie kommt man dahin? Der Weg zu einem Betriebsalltag, der alle Bedürfnisse abdeckt, braucht einen Plan, eine Strategie.

In unserer Serie zu Betriebsstrategien zeigen wir Ansätze, wie Sie als Betriebsleiter alte Denkmuster aufbrechen und wirtschaftliche Zukunftsstrategien entwickeln. In den nächsten Heften stellen wir dann Landwirte vor, die über ihren Weg berichten.

Wie neue Ideen entwickeln?

Wie entwickeln Landwirte eine Strategie? Dr. Viktoria Graskemper von der Uni Göttingen fand in Ihrer Doktorarbeit heraus, dass die Persönlichkeit des Betriebsleiters selbst den größten Einfluss auf die Strategiewahl hat.

Je kreativer und risikofreudiger sich ein Landwirt einschätzt, desto eher neigt er zur Diversifikation und baut mehrere Betriebszweige auf oder erhöht die Wertschöpfung seiner Produkte. Für neue Ideen bedarf es an Kreativität. Doch die stellt sich nicht von allein ein. Darin sind sich alle unsere Experten, die wir zu dem Thema befragt haben, einig. Stattdessen benötigt Kreativität vor allem eines: Raum.

Sie brauchen Zeit, um Gedankenanstöße zu bekommen und neue Ideen zu entwickeln. Aber auch ein Besinnen auf Ihre eigenen Stärken ist wichtig für die zukünftige Strategie. Denn was Sie gerne machen, machen Sie in der Regel auch gut. Was macht Ihnen Freude und wo vergessen Sie die Zeit? Welches Geschäftsmodell passt dazu? „Die Landwirte sollten sich genug Zeit nehmen, um diese Fragen zu beantworten“, sagt Eckart Schlamann, Unternehmensberater aus Lengerich, NRW.

„Die Betriebsleiter müssen sich aktiv Freiräume schaffen, um an der Betriebsentwicklung zu arbeiten. Denn den Betrieb, auf dem alle Arbeit erledigt ist, gibt es nicht“, plädiert auch Fritz Gronauer-Weddige, Schulleiter der Höheren Landbau- und Tech­­nikerschule im bayerischen Triesdorf. Auch würden viele Landwirte das Entwickeln von neuen Geschäftsfeldern nicht als Arbeitszeit anerkennen. „In anderen Branchen gelten Innovationen als zentrale Unternehmeraufgabe, um zukunftsfähig zu bleiben“, sagt der Schulleiter.

Sein Tipp: Richten Sie sich regelmäßig freie Zeiträume in den Arbeitsalltag ein: Beispielsweise ein fester Bürotag in der Woche. Morgens erledigen Sie erst zwei oder drei Stunden Büroarbeit, danach sollten Sie die restliche Zeit für die Betriebsentwicklung blocken.

Regelmäßig...

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