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Ukraine: Schwierige Gespräche über die Verlängerung des Getreideabkommens

Das Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine läuft am 19. März aus. UN-Generalsekretär António Guterres versucht jetzt zu vermitteln.

Lesezeit: 3 Minuten

UN-Generalsekretär António Guterres ist am Mittwoch zu einem Besuch in der Ukraine eingetroffen. Er will dort unter anderem mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij über die Verlängerung des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine sprechen, berichtete die Deutsche Presseagentur (dpa).

Abkommen läuft am 19. März aus

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Der Vertrag zur Ausfuhr ukrainischen Getreides über das von Russland kontrollierte Schwarze Meer läuft am 19. März aus. Die UN pochen nun auf eine Verlängerung. Eine Weiterreise des UN-Generalsekretärs nach Russland ist nach Informationen der dpa allerdings nicht geplant.

Russland hat nach dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 die Schwarzmeerhäfen des Nachbarlandes und damit auch die Getreideexporte blockiert. Das Schwarzmeer-Getreide-Abkommen für Exporte aus ukrainischen Häfen war nach monatelanger Hafenblockade durch Russland im Juli 2022 verabschiedet worden. Es erlaubt die kontrollierte Getreideausfuhr aus den drei ukrainischen Schwarzmeerhäfen Odessa, Tschornomorsk und Piwdennyj (Juschny). Die Schiffe werden inspiziert, bevor sie durch den Bosporus ins Marmara- und dann ins Mittelmeer fahren. Russland will so unter anderem Waffenlieferungen an die Ukraine ausschließen.

Das Abkommen war unter Vermittlung der Vereinten Nationen (UN) und der Türkei zustande gekommen. Zuletzt war das Abkommen im November 2022 für weitere vier Monate verlängert worden.

Export läuft bisher schleppender als möglich wäre

Seit Beginn der Initiative haben laut der dpa rund 900 Schiffe Güter aus ukrainischen Häfen transportiert. Die tägliche Zahl der Schiffe könne aber mitunter stark variieren. Bis Anfang März wurden auf dieser Route gut 23 Mio. t Getreide exportiert. Zurzeit sind es laut der dpa 3 bis 4 Mio. t im Monat, das Potenzial wären aber 7 Mio. t.

Laut Berichten läuft das Abkommen nicht reibungslos. Die Absprachen unter den Inspektoren seien mühsam, Russland habe Kräfte abgezogen und die Zahl der Inspektorenteams damit reduziert, zitiert die dpa aus UN-Kreisen. Deshalb stauen sich Schiffe am Bosporus. Anfang März warteten danach etwa noch 33 Schiffe auf Inspektion.

Ukraine hat noch Ware auf Lager

Für die Ukraine ist es wichtig, dass durch die Exporte Geld in die Kasse kommt. Sie konnte dank des Deals 2022 die Getreidespeicher leeren und damit eine neue Erntesaison vorbereiten. Aktuell müsste die Ukraine noch etwa 20 Mio. t Getreide, Ölsaaten und verarbeitete Produkte aus der vorherigen Saison herausbringen, berichtet der Agrarminister der Ukraine, Mykola Solskyj, vergangene Woche im Interview mit der Tageszeitung (taz).

Trotz des russischen Überfalls war die Ukraine 2022 neuntgrößter Weizenproduzent der Welt und belieferte nicht nur sich selbst, sondern auch Dutzende Länder in Asien und Afrika. Vor dem Krieg lieferten Russland und die Ukraine fast ein Viertel der Getreideexporte weltweit.

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