Beschlüsse zur Agrarreform

Hitzige Agrardebatte im Bundestag Plus

In einer aktuellen Stunde zu den Beschlüssen zur EU-Agrarreform haben sich CDU und Grüne gegenseitig vorgeworfen, zu spalten. Die SPD schlägt sich derweil auf die Seite der EU-Kommission.

Eine aktuelle Stunde im Bundestag zu den Beschlüssen zur EU-Agrarreform ist zu einem Duell zwischen Grünen und CDU/CSU in der Agrarpolitik mutiert. Der Agrarsprecher der Grünen Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, warf Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) „Arroganz gegenüber der Gesellschaft“ und „Realitätsverweigerung“ mit Blick auf den von ihr ausgehandelten Kompromiss zur EU-Agrarreform vor.

Grüne: "Kompromiss stellt keine gesellschaftliche Tragfähigkeit her"

Das Klöckner den Kompromiss als „Systemwechsel“ tituliert, quittierte Ostendorff als „Etikettenschwindel“. Aus seiner Sicht sind die Bindung von 20% der Agrarzahlungen in der ersten Säule an Umweltleistungen in den Eco-Schemes zu wenig. Insbesondere geißelte Ostendorff die vereinbarte Lernphase, laut der die Mitgliedstaaten erst ab 2025 die 20% Eco-schemes vorhalten müssen. „Das sind Jahre des Nichtstuns“, sagte er.

Seine Fraktionskollegen Renate Künast bezweifelte, dass der Kompromiss eine „gesellschaftliche Tragfähigkeit“ herstellt. Widerstandsfähige Klimaschutz- und Biodiversitätsmaßnahmen seien auch für Bauern wichtig, sagte Künast. „Das ist die Lebensgrundlage bäuerlicher Betriebe und nicht die Vision von manchen Städtern“, sagte sie.

Klöckner: "Einkommens- und Ertragssicherung sind keine Nebensächlichkeiten"

Landwirtschaftsministerin Klöckner beharrte hingegen in ihrer Rede auf ihrer Aussage, dass...

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Diskussionen zum Artikel

von Peter Beiersdorfer

Danke Herr Imschloss,

Da sind wir einer Meinung, wir sollten alle gemeinsam landw. Berufsstand an einen Strang ziehen, mit einer Stimme reden. Auch ich bin für Abschaffung der Agrarzahlungen. Agrarminister alles Pfeifen in den letzten 20 Jahren. einer der letzten realdenkend war Funke. Vielleicht noch ... mehr anzeigen

von Kurt Brauchle

Ab 1:16 der Debatte Aufzeichnung

redet Connemann, interessant wer da sein Fett abbekommt, Künast und so manche NGO werden kochen vor Wut.

von Ottmar Ilchmann

Irrtum,

außer in der Bauernblase nimmt niemand die Reden von Frau Connemann wahr und schon gar nicht ernst.

von Franz-Josef Aussel

Beschämend

Von der Landwirtschaft wird mal wieder ein grosser Beitrag zum Umweltschutz eingefordert. Währenddessen haben die Deutschen einen neuen Rekord an Müll produziert und der CO2-Ausstoß der neuen Pkws war auch auf dem Höchststand! Dazu passt, dass unsere ach so umeltbewusste Jugend die ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Unserem Bundesverkehrsministeriun mit den dortigen Vordenkern...

wurde gestern erst eine ordentlich schmerzhafte Ohrfeige vom EuGH verpasst. Selbige staatlich alimentierten Protagonisten haben lt. höchstrichterlichem Urteil gegen bestehendes EU-Recht verstoßen; mit Mautgebühren darf man keine hoheitlichen Aufgaben finanzieren. - Das fällt auch uns ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Liebe Kolleginnen und Kollegen, werter Herr Steffek,

für Sie nur zur gefälligen Kenntnisnahme: Ostendorff tritt bei der nächsten Wahl nicht wieder an. // Die GRÜNEN haben aktuell agrarpolitisch nichts zu vermelden, diese Politik wird von einer anderen Mehrheit seit Jahren, Jahrzehnten, ausgestaltet. Seit Bestehen der GRÜNEN PARTEI ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

Das EEG ist gut...

Die Bauern wissen halt wie man das Klima und die Umwelt schützt.Wenn etwas Sinn macht greifen sie auch Ideen der Grünen auf und gehen VOLL ins Risiko. Der Unterschied des EEG zur grünen Agrarpolitik ist das hier mehr produziert wurde (Strom) bei langfristiger Schonung von Ressourcen ... mehr anzeigen

von Georg Scheer

Grüne Poltik

Die Grünen meinen mit Agrarwende -Agrarende

von Wilhelm Grimm

oder AgrarWÄNDE:

von Rudolf Rößle

Schade

die Diskussion ging an den Höfen vorbei. Es soll wohl so sein, dass die landwirtschaftlichen Betriebe bei der GAP ein Spielball sind, aber nicht als zu erhaltende wichtige Firmen gesehen werden.

von Gerhard Steffek

„Arroganz gegenüber der Gesellschaft“ und „Realitätsverweigerung“

Alleine schon diese Aussage von F. Ostendorff sagt doch schon alles zur Einstellung der Grünen gegenüber der Landwirtschaft. Es ist aber nicht die "Arroganz" von Frau Klöckner, sondern es ist die Arroganz und Realitätsverweigerung der Grünen gegenüber der Landwirtschaft. Allen voran ... mehr anzeigen

von Peter Beiersdorfer

Populisten

Ich bleibe bei meiner Meinung, die Grünen sind nur eine populistische Partei. Wo wollen den sonst die Damen und Herren der Partei ihre Brötchen verdienen, in der freien Wirtschaft... da gibt es keine Verwendung für solche Trabanten, also auf sich aufmerksam machen das man wieder ... mehr anzeigen

von Erwin Imschloss

Alles Populisten

Lieber Herr Beiersdorfer: Wo gibt es denn Politiker, die keine Populisten sind. Sieht man die Agrarpolitik der letzten Jahre an, bleibt von Sachverstand nicht viel übrig. Alle Parteien laufen Ihrer Klientel hinterher und hoffen auf gute Posten. Es gibt allerdings keine Partei, die ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Ministerin Klöckner kämpft !

Aber wir brauchen einen Systemwechsel. Nicht die Ideologen und die grünen NGOs dürfen weiterhin die Richtlinien der Agrarpolitik bestimmen, sondern nur noch wirkliche Fachleute .Da muss erst ein amerikanischer Landwirtschaftsminister kommen, um uns die Kernanliegen der Landwirtschaft zu erklären.

von Gerd Uken

Ja sie kämpft um Status Quo

zu erhalten........ Aber nicht so so gepriesenen Familienbetriebe. Die können die ganzen Auflagen nicht bringen bei der Preispolitik die die Regierung hier fährt. Es fehlt an den so genannten Leitplanken.

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