top agrar plus Ukrainekrieg

Niederländischer Landwirt bangt in der Ukraine um Ackerland und Ernte

Kees Huizinga betreibt einen Betrieb in der Zentralukraine. Er bangt aktuell um 15.000 ha Land und Tausende Tonnen Getreide. Die Exportprobleme machen ihm und seinen Berufskollegen schwer zu schaffen.

Unser Autor: Niklas Golitschek, freier Journalist, Bremen

Landwirt Kees Huizinga ist derzeit viel unterwegs. Sein Betrieb im zentralukrainischen Kyshchentsi zwischen Kiew und Uman zählt 15.000 ha Ackerland und 2.000 Milchkühe. Während er sich darum kümmert, verschafft er der vom Krieg gebeutelten Branche europaweit Gehör: Ein Besuch im Düsseldorfer Landtag, eineAussprache im EU-Parlament in Brüssel, Treffen mit Vertretern der niederländischen Regierung und die Teilnahme an einer Konferenz zur russischen Blockade des Schwarzen Meeres sind nur einige seiner Stationen der vergangenen Wochen.

Seit 20 Jahren bewirtschaftet Huizinga seine Flächen in der Ukraine. Er ist selbst aus den Niederlanden eingewandert. Mittlerweile trägt er die Verantwortung für 350 Mitarbeiter, die in den umliegenden Orten wohnen. "Die Stimmung ist sehr schlecht", weiß er. Ein Kollege habe wegen des Treibstoffmangels zehn Tage nicht auf den Traktor steigen können. "Zwei Nachbarn haben noch 50 % ihrer Ernte in der Halle", führt er weiter aus.

Die Getreidelager sind jetzt schon voll

Einer seiner Lastwagenfahrer wartete kürzlich sechs Tage, um eine Ladung über die Grenze nach Rumänien zu bringen - verbunden mit willkürlichen bürokratischen Auflagen, die nach einem Schichtwechsel nicht mehr erforderlich gewesen seien. "Sie müssen doch nur den Schlagbaum öffnen und den LKW durchlassen", zeigt Huizinga wenig Verständnis für solche zusätzlichen Hürden. Dabei könnte die Devise ganz einfach sein: "Getreide raus, Diesel rein."

Maximale Flexibilität an den Grenzen hatte Mitte Mai auch die...

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