top agrar plus Serie: Praxisbeispiel

Rechnet sich die Tierhaltungskooperation noch?

In unserem Beispiel überlegt Landwirt Markus Lessing, ob sich die Pauschalierung in einer Tierhaltungskooperation noch lohnt. Denn der Aufwand ist nicht zu unterschätzen.

Fortsetzung des Ratgeberartikels "Kooperationen - 51a-Gesellschaft". Unser Autor heute: Albrecht Macke, BB Göttingen

Bisher hat Schweinemäster Lessing mit seinem Betrieb pauschalieren können. Er verfügt über 1.400 Mastplätze und verkauft ca. 3.900 Tiere im Jahr. Insgesamt kam er im Mittel der letzten Jahre auf einen Nettoerlös von knapp unter 600.000 € (Übersicht unten).

Dieser Durchschnitt basiert auf einem Schlachtschweinepreis von 1,54 €/kg SG. Berücksichtigt man aber die zyklischen Schwankungen am Markt, kann es schnell passieren, dass er mal über der ab dem 1.1.22 geltenden Obergrenze für Pauschalierer von 600.000 € Umsatz liegt. Das würde für ihn bedeuten, dass er im Folgejahr in die Regelbesteuerung wechseln müsste.

In schlechten Jahren, wie diesem, kann er zwar ohne Probleme seine Kapazitäten voll ausnutzen. In Hochpreisphasen mit einem Preis von z.B. 1,74 €/kg SG (Jahr 2019) könnte er jedoch nur noch 3.600 Tiere verkaufen, um unter der Umsatzgrenze zu bleiben. Als Faustzahl kann man sich merken: Betriebe mit einer Mastkapazität von 1.300 Tieren können in guten Jahren Probleme bei der Pauschalierung bekommen.

Steuervorteil retten

Der Vorteil für Pauschalierer in der Schweinemast beläuft sich auf ca. 5 € je verkauftem Mastschwein im Schnitt der vergangenen Jahre, so wie im Modell dargestellt. Für Lessing bedeutet dies bisher einen finanziellen Vorteil von gut 18.000 €, wenn er seinen Stall voll belegt und weiterhin pauschaliert.

Damit er auch garantiert weiter pauschalieren darf, überlegt Lessing nun eine Tierhaltungskooperation zu gründen. Er hat sich informiert und kennt alle auf den Seiten 38 bis 39 aufgeführten Hürden und Voraussetzungen für die Gründung einer 51a-Gesellschaft. Er muss die Fläche dann zwangsläufig von der Tierhaltung im Umsatz trennen und die notwendigen Vieheinheiten im Rahmen der Kooperation übertragen.

Mehrkosten einkalkulieren

All das bedeutet für ihn Mehraufwand und letztlich auch Mehrkosten, insbesondere wegen des...

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