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Özdemirs „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“: top agrar-Leser machen da nicht mit

Im top agrar-Interview hatte die BMEL-Staatssekretärin Bender die Grundzüge vom geplanten "Zukunftsprogramm Pflanzenschutz" erläutert. Unsere Leser können dem aber dennoch nichts abgewinnen.

Lesezeit: 5 Minuten

Im März hat das Bundeslandwirtschaftsministerium den Startschuss für das „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ gegeben. Das zielt nicht zuletzt darauf ab, den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in Deutschland bis 2030 zu halbieren. Der Weg dorthin ist noch nicht ganz klar, allerdings hat das Diskussionspapier des BMEL zum Zukunftsprogramm viele Branchenverbände aufgeschreckt. top agrar hat deshalb Agrarstaatssekretärin Silvia Bender vom Bundeslandwirtschaftsministerium im folgenden Interview die wichtigsten Fragen zum „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ gestellt. Sie betont, dass es sich bei dem Programm nicht um die SUR „durch die Hintertür“ handeln würde. Vielmehr setze das BMEL auf Kooperation und Förderung, statt Ordnungsrecht. Die top agrar-Leser überzeugt das aber nicht.

Gut ausgebildete Landwirte werden traktiert

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„Soviel wie nötig, und so wenig wie möglich“, aber das Prinzip wird schon seit langem in der Praxis befolgt! Wir haben es einfach satt; uns bei jedweder Maßnahme, noch zu entschuldigen. Wer so seine gut ausgebildeten Landwirte traktiert, muss sich nicht wundern, dass es sich so entlädt, dass keiner mehr richtig Lust auf diesen Kontrollstaat hat. Alles Lebensmittel aus Übersee, werden zum Beispiel von den LEH-Konzernen auf toxische Gifte überprüft, und in den Verkehr“ gebracht; das ist der eigentliche Skandal!

Willy Toft

 

Unnötige Einmischung des Staates

Jeder Landwirt ist immer bestrebt so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig an Pflanzenschutzmitteln aufzuwenden. Es ist erstens eine Frage des Geldes und zweitens auch eine des Zeitaufwandes. Unsere modernen Mittel sind weitaus umweltfreundlicher als noch vor 30/40 Jahren. Warum also will eine politische Kaste hier wieder regulierend eingreifen und ihrem Kontrollwahn fröhnen? Wir können Landwirtschaft nicht nach Paragraphen und festen Kalenderterminen betreiben. Aber die Politik suggeriert dies immer wieder. Reduzieren wir doch auch bitte dort drastisch den Aufwand von chemisch-synthetischen Mittel wo sie absolut NICHT notwendig sind. Im Privatbereich zum Beispiel. Denn dort agieren Laien in unfachmännischer Manier und gefährden unsere Umwelt weit mehr als die Landwirtschaft. Ich halte diese erneute Einmischung des Staates in ein hochqualifiziertes Produktionssystem für absolut unnötig.

Stefan Lehr

Einen kooperativen Ansatz mit der Landwirtschaft hab ich bei dieser Besetzung des BMEL bis jetzt noch nicht gesehen. Diese Leute sind und bleiben für mich unglaubwürdig!

Helmut Gahse

Politikerblase bleibt beratungsresistent

Landwirtschaft in Deutschland zu betreiben, gleicht immer mehr dem Versuch mit auf den rückengebunden Armen zu schwimmen. Offensichtlich ist weiten Teilen der Poltikerblase nicht mehr bewusst das eine stabile Agrarproduktion die Grundlage für unserer Gesellschaft ist und zeigt sich völlig beratungsresistent gegen die Einwände der Pratiker aus dem Berufsstand. Man kann nur beten, das der Denkzettel zur Europawahl drastisch genug ausfällt, damit noch rechtzeitig ein Umdenken stattfindet.

Hubert Dabbelt

Unkrautdruck nimmt zu

Man kann keinem nackten Mann in die Tasche greifen- Anreize schaffen, wo will sie das Geld denn her holen? Wird beim Niedersächsischen Weg denn für das Brachliegenlassen des Gewässerrandstreifen Geld gezahlt? Wenn man jetzt auf dem Schlepper durch unsere Gegend fährt, sieht man Ackerfuchsschwanz in Reinkultur dort genügend Potential für die nächsten 20 Jahre zum Aussäen.

 

Der Nutzen der Mittel ist weitaus grösser als ein Schaden! Man muss dazu allerdings nicht durch die rosarote Brille schauen, sondern eine gewisse ideologiefreie Lebenserfahrung haben.

Hans Gresshoener

 

Praxisfremde Vorschläge

Tja das wird dann wieder so laufen wie sonst, zuerst macht das BMEL irgendwelche praxisfremde Vorschläge oder unsinnige Förderungen, die dann nicht angenommen werden und dann wird es mit Verboten geregelt. Es wird dann behauptet das wir Landwirt ja die Chance gehabt hätten, die aber nicht genutzt wurde darum muss man mit Strafen reagieren.

Korbinian Huber

Ampel will den Ökolandbau

Sie denken in viele Richtungen. Aber immer nur den Blick auf eine Richtung gerichtet. Wie setze ich den Ökolandbau zu 100 % in Deutschland um. Das Denken in viele Richtungen hat nur den Sinn, endlich die konventionelle Landwirtschaft abzuschaffen. Wäre mal gut wenn man hier auch ehrlich reden würde. Denn die Taten sprechen eine absolut andere Sprache, als das, was uns sonst immer in den Beiträgen verzählt wird..... Das Vertrauen in die Politik ist schon lange weg. Denn ich habe sie an den Taten gemessen, nachdem ich ihre Worte hörte nachdem sie alle Richtungen durchdacht hatten....

Gruber

 

Gefahr von Resistenzen wächst

Ja gut was für Pflanzenschutz gelten soll kann auch bei Medikamenten funktionieren . so runde Kügelchen gegen Krebs ( damit man nix davon in den Kläranlagen findet ) und warum werden alte Wirkstoffe als schlecht bezeichnet???? Alle anderen neuen Mittel(Wirkstoffe ) sind nach max. 5 Jahren weg wegen Resistenzen . Glyphosatresistenz??? Wie lange schon gibt es Stomp oder Boxer Und Amistar war nach 5 Jahren verheizt, bzw. Reduzierungen haben mehr die Gefahr möglicher Resistenzen. Und je weniger Wirkstoffe es gibt, desto mehr Kulturen werden sie eingesetzt, was auch nicht gerade Resistenzen verhindert. Aber so etwas unserem Minister zu erklären - na ja, ich glaube unsere Kaninchen lernen eher das Sprechen.

Bernd Brunhöver

Thema ideologisch überfrachtet

Das Thema ist doch ideologisch überfrachtet, so dass ein vernünftiger Umgang mit dem Pflanzenschutz nicht mehr möglich ist! Gehör findet der, der am lautesten schreit. „Selbsternannte“ Umweltschützer haben bei der Bevölkerung eine Angst geschürt, dass eine vernünftige sachorientierte Diskussion nicht mehr geführt werden kann („Ihr wollt uns vergiften“). Dies hat man ja auch bei Glyphosat gesehen. Eigentlich müsste es heißen, „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“! Das perfide ist, sobald Lebensmittel über die Staatsgrenze zu uns kommen, ist der Pflanzenschutz beim Erzeugen dieser Lebensmittel kein vorrangiges Thema mehr.

Wilfried Maser

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