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topplus Schwarzmeerkorridor

Ukraine will Exporte auch ohne russische Beteiligung am „Getreidedeal“ fortsetzen

Dies betrifft vorerst aber nur die Schiffe, die bereits unterwegs sind. Russland blockiert unterdessen laut Kiew knapp 220 Schiffe in ukrainischen Häfen.

Lesezeit: 2 Minuten

Die russische Aufkündigung des Abkommens für einen humanitären Exportweg durch das Schwarze Meer hat am Wochenende für Empörung und Fassungslosigkeit gesorgt. Unterdessen haben sich die übrigen drei Parteien, Ukraine, Türkei und die Vereinten Nationen (UN), darauf verständigt, zumindest die Abfertigung der insgesamt 51 Frachtschiffe fortzusetzen, die bereits die ukrainischen Gewässer verlassen beziehungsweise schon türkische Hoheitsgewässer erreicht hatten. Die russische Delegation sei über den Plan informiert worden.

Unklare Situation

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Nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums befinden sich derzeit allerdings weitere 218 Frachter in den drei bisher offenen Häfen. Diese werden laut dem Ministerium nun von Russland „in ihren derzeitigen Positionen blockiert“. Insgesamt 95 Schiffe seien bereits beladen und hätten auf die Inspektion als letzte Station vor der Abfahrt gewartet.

Die Lage bleibt allerdings unübersichtlich. Medienberichten zufolge haben heute vormittag zwölf weitere Schiffe ukrainische Gewässer über den „Getreidekorridor“ verlassen, ohne von russischer Marine aufgehalten worden zu sein.

Verhandlungen mit Russland laufen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres steht nach Darstellung der Vereinten Nationen seit gestern „in intensiven Verhandlungen“ mit Moskau, um Russland zur Wiederaufnahme des Getreideabkommens zu bewegen. Auch die türkische Regierung soll entsprechende Gespräche gestartet haben.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hatte Moskau gestern „dringend“ aufgerufen, seiner vor der Weltgemeinschaft abgegebenen Verpflichtung gerecht zu werden und das Abkommen einzuhalten. Er sieht sich angesichts des erratischen Verhaltens Russlands aber bestätigt, dass Deutschland schon früh auf die Etablierung dauerhafter Transportrouten für ukrainische Agrargüter gedrängt hat. Die polnische Regierung sieht dies ähnlich und erneuerte ihr Bekenntnis, alles Notwendige für die Unterstützung der westlichen Exportrouten zu unternehmen.

Moskau wirft Kiew „Terroranschlag“ vor

Russland hatte am Samstag seinen Ausstieg aus dem „Getreidedeal“ bekanntgegeben und das unter anderem mit einem „Terroranschlag“ ukrainischer Truppen unter Beteiligung westlicher Kräfte gegen Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte begründet. Zuvor hatte Moskau Kiew bereits vorgeworfen, gegen die Vereinbarung des Getreidedeals zu verstoßen. Statt Länder der Dritten Welt mit Nahrungsmitten zu versorgen, gehe der weitaus größte Teil der ukrainischen Schwarzmeerausfuhren in Länder des Westens, so die Behauptung der russischen Regierung.

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