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Quartalsbilanz

BASF meldet Gewinneinbruch - Nur bei Landwirten wurde Kasse gemacht

Einen Gewinneinbruch um 76 % meldet BASF, kündigt ein verschärftes Sparprogramm an und freut sich, dass man bei den Landwirten "höhere Preise durchsetzen" konnte.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Chemiekonzern BASF hat im zweiten Quartal 2023 mit 17,3 Mrd. € 24,7 % weniger Umsatz gemacht. Der Betriebsgewinn brach um 76 % ein auf 499 Mio. €. Ursache ist die weltweit schwache Nachfrage aus den wichtigsten Abnehmerbranchen, u.a. auch aus China. Zudem hätten auch Währungseinflüsse den Umsatz gedämpft, heißt es. Ausnahme sei die Automobilindustrie, wo es ganz gut lief.

Im Bereich Dünge- und Pflanzenschutzmittel habe der Konzern dagegen "höhere Preise durchsetzen können", wie es im Bericht heißt. Anders ausgedrückt: Die Landwirte haben die höheren Preise geschluckt und gezahlt und so dem Unternehmen geholfen, dass das Minus nicht noch dicker ausfiel.

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Agricultural Solutions

Der Umsatz im Segment Agricultural Solutions verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,3 % und lag bei 2,2 Mrd. €. Maßgeblich war ein Rückgang der Mengen, bedingt durch höhere Lagerbestände im Handel in einzel­nen Kernmärkten sowie gesunkene Agrarrohstoffpreise, heißt es. Das EBIT vor Sondereinflüssen blieb mit 213 Mio. € insbesondere aufgrund der geringeren Mengen um 4,3 % unter dem des Vorjahresquartals.

Zügel beim Sparprogramm anziehen

Um die Rückgänge bei Umsatz und Gewinn aufzufangen, setzt die BASF ihr Sparprogramm fort. Bis Ende 2023 will der Konzern jährlich mehr als 300 Mio. € einsparen. Bis 2026 wolle man die Fixkosten senken, sodass diese von da an jährlich rund 1 Mrd. € geringer seien.

Bereits im Februar hatte der Konzern verkündet, rund 2.600 Stellen vor allem in Ludwigshafen zu streichen. 38.655 Beschäftigte zählt die BASF aktuell im Stammwerk und den Tochtergesellschaften. Ganze Produktionsanlagen sollen darüber hinaus stillgelegt werden. Beispielsweise eine der beiden Ammoniak-Fabriken und die erst vor wenigen Jahren für über 1 Mrd. € aufgebaute TDI-Fabrik, die Kunststoff-Vorprodukte herstellen sollte.

Ausblick

In der aktuellen Bilanz erwartet die BASF für das zweite Halbjahr 2023 einen Umsatz zwischen 73 und 76 Mrd. €, statt der zuvor angepeilten 87 Mrd. €. Der Konzern geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Konsumgütern schwächer wachsen wird als angenommen.

„Wir erwarten für das zweite Halbjahr 2023 auf globaler Ebene keine weitere Abschwächung der Nachfrage. Denn die Lagerbestände an Chemierohstoffen in den meisten Kundenindustrien wurden bereits stark abgebaut“, so BASF Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller. „Allerdings erwarten wir nur eine zaghafte Erholung, da wir davon ausgehen, dass die weltweite Nachfrage nach Konsumgütern schwächer wachsen wird als bisher angenommen. Damit werden auch die Margen unter Druck bleiben.“

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