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Eierverbrauch steigt um sechs Eier pro Kopf

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern stieg 2023 auf 236 Eier. Die Erzeugung von Konsumeiern im Inland sank hingegen um 119 Mio. Eier – was zu gut 6 % mehr Importen an Schaleneiern und Eiprodukten führte.

Lesezeit: 2 Minuten

Während der Eiere-Verbrauch im Jahr 2022 auf 230 Eier pro Person gesunken war, stieg der Bedarf im Inland 2023 wieder an. Der Nahrungsverbrauch wuchs insgesamt auf 19,9 Mrd. Eier, was einem Plus von 3 % entspricht. Dies ist auf die gewachsene Bevölkerung zurückzuführen sowie auch auf einen höheren Bedarf, erklärt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL).

Möglicher Grund für den erhöhten Bedarf sei sparsames Verbraucherverhalten; so kann das Ei im Zuge der Inflation als günstiges Nahrungsmittel gedient haben. Ein weiterer Grund könnte die Ausbreitung der flexitarischen Ernährungsweise sein – weniger Fleisch, dafür mehr Eier.

Legehennenbestand weiterhin über 50 Mio.

Der Bestand an Legehennen lag auch 2023 mit 50,25 Mio. noch über der im Vorjahr erstmals erreichten Marke von über 50 Mio. (2022: 50,4). Darin enthalten ist eine vom BZL hinzu geschätzte Anzahl an Legehennen in Kleinbeständen mit weniger als 3.000 Haltungsplätzen.

Das BZL geht davon aus, dass – entgegen der Entwicklung in den vergangenen Jahren – neben den Beständen über 3.000 Legehennen auch Kleinbestände nicht weiter ausgebaut oder sogar abgebaut wurden.

Bei einem leichten Rückgang der Legeleistung auf 291 Eier je Henne wurden im vergangenen Jahr 14,6 Mrd. Konsumeier erzeugt (-0,8 %). Zurückzuführen ist dieser leichte Rückgang auf den weiteren Ausbau der Haltungsformen mit Auslauf. Damit konnte der Inlandsbedarf zu 73 % aus heimischer Ware gedeckt werden (-3 Prozentpunkte).

Außenhandel: Hohe Inlandsnachfrage lässt Importe wieder steigen

Die Importe von Schaleneiern stiegen geschätzten Angaben zu Folge 2023 um knapp 8 %, die von Eiprodukten (Vollei, Eigelb und Eiweiß, flüssig, getrocknet, gefroren) um 4 %. Von den Schaleneiern stammten 75 % aus den Niederlanden, gefolgt von Polen (12 %), Dänemark und Belgien (je 3 %). Erstmals trat Rumänien mit rund 3 % der Lieferungen als Herkunftsland in Erscheinung.

Aufgrund des hohen Bedarfs im Inland – insbesondere an Eiern, die ohne Kükentöten produziert wurden – sanken die Ausfuhren von Eiprodukten um knapp 19 %, die von Schaleneiern um 4 %.

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