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topplus IGC-Prognose

Erzeugung rückläufig: Weltweite Weizenreserven fallen auf Fünfjahrestief

Bei einer deutlich geringeren Erzeugung als im Vorjahr und einem weiter steigenden Bedarf könnten die globalen Weizenvorräte zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres um rund 15 Mio. t schrumpfen.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Internationale Getreiderat schätzt die globale Weizenerzeugung der Saison 2023/24 aktuell auf rund 788 Mio. t. Im Vormonat Januar stellte der Rat noch 0,3 Mio. t mehr in Aussicht. 2022/23 kamen hingegen noch 803,4 Mio. t zusammen. Trotz alledem dürfte dies die zweitgrößte Weizenernte seit Beginn der Aufzeichnungen sein. Das geringe Minus auf Monatssicht ist auf die voraussichtlich etwas kleinere Erzeugung in der EU mit 133,1 (-0,1) Mio. t sowie auf andere marginale Kürzungen zurückzuführen.

15 Mio. t weniger geerntet

In Erwartung der offiziellen endgültigen Zahlen wird die Prognose für Argentinien mit 15 Mio. t beibehalten. Im Zusammenhang mit einer Verbesserung der Witterungsbedingungen stieg die Erzeugung im Jahresvergleich um etwa ein Fünftel. Da jedoch eine Dürre die Aussaat einschränkte, dürfte die argentinische Weizenerzeugung mit einem Rückgang von 18 % gegenüber dem Durchschnitt der vorigen fünf Jahre deutlich hinter den jüngsten Spitzenwerten zurückbleiben.

8 Mio. t mehr Verbrauch

Der weltweite Verbrauch 2023/24 wird vom IGC auf 803,1 Mio. t geschätzt, im Januar wurde noch ein globaler Verbrauch in Höhe von 804,4 Mio. t erwartet. Gegenüber der vorigen Saison wäre dies aber ein großer Anstieg des Bedarfs um 7,9 Mio. t.

In Anbetracht des Bevölkerungswachstums und einer anhaltenden Veränderung der Ernährungsgewohnheiten in Teilen Asiens und Afrikas wird der weltweite Verbrauch von Weizen für die direkte menschliche Ernährung auf einen Rekordwert von 553,3 Mio. t geschätzt. Zuvor wurden 0,3 Mio. t mehr in Aussicht gestellt, auf Jahressicht aber ein Anstieg um 4,9 Mio. t.

Trotz der starken Konkurrenz wird der weltweite Futtermittelverbrauch von Weizen voraussichtlich um 5,1 auf 155 Mio. t (-0,4 Mio. t gegenüber Vormonat) ansteigen, wobei der Weizenbedarf Chinas und der EU für Futterzwecke durch ein reichliches Angebot an qualitativ geringem Weizen angekurbelt wird.

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Vorräte sinken um 15 Mio. t

Zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres dürften die Vorräte aufgrund einer geringeren weltweiten Erzeugung bei einem gleichzeitig umfangreicheren Bedarf auf ein 5-Jahrestief von 264,9 Mio. t sinken. Gegenüber der Januarprognose ist dies ein Rückgang um 0,7 Mio. t, gegenüber den Vorjahresendbeständen hingegen um 15,2 Mio. t. Vor allem die Schätzung der Vorräte Ukraine mit prognostizierten 2,3 (-1,5) Mio. t und Australiens mit 2,9(-0,3) Mio. t wurde nach unten korrigiert. Das können die voraussichtlich größeren Vorräte der EU mit 17,8 (+1,2) Mio. t keineswegs ausgleichen.

EU importiert mehr

Die Prognose für den Welthandel liegt mit 199,6 Mio. t um 1,7 Mio. t höher als im Vormonat, aber 7,9 Mio. t unter dem Höchststand des Vorjahres. Hierbei dürften vor allem die Importe der EU mit 10,4 Mio. t deutlich größer ausfallen als im Januar erwartet (+1,5 Mio. t). Trotz einer saisonbedingten Abschwächung lagen die ukrainischen Lieferungen im Januar 2024 über dem Vorjahr und dem Durchschnitt, da die Ausfuhren über Seerouten stark zulegten.

Aufgrund der anhaltenden Exporte in die EU und des anhaltenden Interesses aus asiatischen Ländern, trotz der Probleme am Roten Meer, werden die Exporte für das gesamte Wirtschaftsjahr auf 15,5 Mio. t (+1,5 Mio. t gegenüber Vormonat) geschätzt. Das wären aber dennoch 1,6 Mio. t weniger als im Vorjahr exportiert wurden.

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