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EU-Getreidernte 2024: Mehr Mais, deutlich weniger Weizen erwartet

Weniger Weizen und deutlich mehr Mais, so lautet die erste Prognose der EU zur Ernte 2024 anhand der Anbauflächen. Die Schätzung ist noch vage und geht von höheren Erträgen als im Vorjahr aus.

Lesezeit: 3 Minuten

Nach Angaben der EU-Kommission könnte 2024 mehr Getreide in der EU-27 zusammenkommen als im Vorjahr. Insgesamt werden 278,8 Mio. Getreide erwartet und damit ein Plus von gut 3 % gegenüber Vorjahr. Besonders die Aussicht auf eine größere Maiserzeugung schlägt dabei zu Buche.

11 % mehr Mais erwartet

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So avisiert die Kommission die Maisernte 2024 auf knapp 69 Mio. t. Damit würde das Vorjahresergebnis um 11 % übertroffen werden, der langjährige Durchschnitt um 3,6 %. Besonders in Spanien dürfte nach zwei aufeinanderfolgenden Missernten deutlich mehr eingefahren werden. Aufgrund einer deutlichen Flächenausweitung wird dort mit 4,1 Mio. t Mais gerechnet, fast ein Drittel mehr als im Dürrejahr 2023.

Größter EU-Maiserzeuger dürfte mit 13,6 Mio. t Frankreich werden, gefolgt von Rumänien mit 12,3 Mio. t. Beide lägen damit 6 % über dem Vorjahrergebnis. Die deutsche Maisernte wird demgegenüber mit 4,2 Mio. t rund 2 % unter Vorjahr geschätzt.

Weizenernte könnte kleiner ausfallen

An Weichweizen, dem mengenmäßig bedeutendsten Getreide, dürfte 2024 in der Union knapp 121 Mio. t geerntet werden, das wären 4 % weniger als 2023. Ausschlaggebend ist die kleinere Fläche, denn die Aussaatbedingungen für die Winterungen waren im zurückliegenden Herbst regional sehr ungünstig. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland, den beiden größten Weichweizenerzeugern der Union, zeichnet sich daher ein Defizit gegenüber Vorjahr ab.

Deutschland könnte 18,8 Mio. t Weichweizen dreschen, 13 % weniger als 2023, Frankreich mit 32,1 Mio. t rund 7 % weniger. Die Hartweizenernte wird das Vorjahresergebnis voraussichtlich ebenfalls verfehlen. Brüssel geht von 6,6 Mio. t aus. Das ist gegenüber Vorjahr ein Minus 5 %, das langjährige Mittel würde sogar um 11 % verfehlt.

Für die Gerstenerzeugung in der EU erwartet die Kommission ein deutliches Wachstum. Mit 53,7 Mio. t prognostizieren die Experten eine um 13 % höhere Erntemenge als 2023, was zudem 2,8 % mehr wäre als im langjährigen Mittel. Das Plus beruht auch auf der erwarteten Ausweitung der Sommergerstenfläche, denn auch die Aussaat der Wintergerste war durch ungünstige Bedingungen beeinträchtigt.

Nach der kleinen Haferernte ist die Aussicht auf die kommende Saison deutlich optimistischer. 2023 wurden in der EU-27 rund 5,9 Mio. t gedroschen und das noch zumeist in unzureichender Qualität. Für 2024 werden 7 Mio. t prognostiziert, was aber immer noch 2,6 % weniger wäre als im langjährigen Mittel. Polen dürfte mit 1,5 Mio. t (+3 %) der größte Haferproduzent in der EU bleiben, gefolgt von Finnland mit 1,1 Mio. t (+9 %).

Roggen könnte indes in einem Umfang von 6,7 Mio. t geerntet werden. Dies entspräche einem Plus gegenüber Vorjahr von 2 %. Der langjährige Durschnitt von 7,8 Mio. t würde dennoch um fast 3 % verfehlt werden.

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