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Geflügelfleischmarkt dürfte wieder stärker zulegen

Nach einem schwierigen Jahr 2023 soll es am Weltmarkt für Geflügelfleisch wieder etwas kräftiger aufwärts gehen.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Aussichten für den globalen Geflügelmarkt 2024 schätzt die niederländische Rabobank in einer aktuellen Analyse als verhalten optimistisch ein.

Die Agrarfachleute der Bank gehen davon aus, dass sich die Marktbedingungen gegenüber 2023 allmählich verbessern werden und die weltweite Erzeugung von Geflügelfleisch zwischen 1,5% und 2,0% zunehmen wird. Das wären mehr als die 1,1% im Vorjahr, aber weniger als die 2,5% im langjährigen Mittel.

Da bei Schweine- und Rindfleisch Rückgänge erwartet werden, wird Geflügel 2024 voraussichtlich das einzige größere Segment mit einer gewissen Dynamik am Weltmarkt für tierisches Eiweiß sein, für den insgesamt nur ein Wachstum von 0,4% erwartet wird.

Insbesondere geringere Futtermittelkosten dürften niedrigere Geflügelfleischpreise erlauben, was laut Rabobank 2024 den Konsum ankurbeln dürfte. Gestützt werden dürfte der Markt auch durch die geringere Inflation und Kaufkraftzuwächse.

Produktion nicht zu stark steigern

Das höchste Produktionswachstum wird von den Bankern in Südostasien, dem Nahen Osten und in Lateinamerika erwartet, jedoch auf unterdurchschnittlichem Niveau im längerfristigen Vergleich.

Gewarnt wird von den Analysten vor einem Überangebot; dies könne die Rentabilität erheblich beeinträchtigen, wie es Anfang 2023 in Brasilien, den USA und Südafrika geschehen sei.

Auf der Kostenseite rechnen die Experten mit nachgebenden Futtermittelpreise, schränken jedoch ein, dass dies auch von den geopolitischen Entwicklungen sowie den Witterungsverhältnissen abhängig ist. Für die Erzeugung und den Handel ist zudem laut Rabobank die Aviäre Influenza ein Risikofaktor.

Risiken für den Handel

Der internationale Handel mit Geflügelfleisch hat 2023 an Dynamik verloren, wobei insbesondere verarbeitete Ware weniger gefragt war. Die Aussichten für 2024 stuft die Rabobank als verhalten sein. Die Exporte aus Osteuropa und insbesondere aus Russland dürften aufgrund der preislichen Wettbewerbsfähigkeit weiter zunehmen. Die Rabobank erwartet zudem, dass die Ukraine versuchen wird, ihre Ausfuhren insbesondere nach Europa weiter auszubauen.

Schwächer als für das rohe Fleisch werden die Absatzmöglichkeiten für höherwertige Verarbeitungsware eingeschätzt, deren Verkauf sich aber bei etwas besserer Wirtschaftslage und niedrigeren Preise erholen sollte. Ein Damoklesschwert bleibe die Geflügelpest, so die Rabobank. Die Unruhen im Nahen Osten sieht sie als weiteren potenziellen Störfaktor, da die Region ein wichtiger Importeur von Geflügelfleisch ist.

Margendruck in Europa

Zu Europa merkten die Bank-Analysten an, dass sich der Markt im vierten Quartal 2023 durch ein steigendes Angebot und eine schleppende Nachfrage eingetrübt hat. Hierbei seien vor allem die Preise für Brustfleisch unter Druck geraten.

Die Aussichten für die EU-Geflügelindustrie werden 2024 herausfordernder als in den beiden Jahren zuvor eingeschätzt. Obwohl das gesamte Fleischangebot in Europa aufgrund der geringeren Schweinefleischproduktion voraussichtlich zurückgehen wird, dürften steigende Importe Druck auf die Margen der Geflügelfleischerzeuger in der EU ausüben.

Darüber hinaus könnte die Geflügelpest in den kommenden Monaten die gesamte Branche vor Probleme stellen. Positiv zu vermerken sei jedoch, dass Geflügel bei den europäischen Verbrauchern weiterhin hoch im Kurs stehe, zumal Schweine- und Rindfleisch teuer bleiben dürften, erklärt die Rabobank. Empfohlen wird von ihr eine Mäßigung beim Angebotszuwachs sowie die Fokussierung auf Kosteneffizienz und die Biosicherheit.

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