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Holzenkamp rechnet mit Verlängerung des Getreideabkommens im Schwarzen Meer

Das von der UN und der Türkei mit der Ukraine und Russland vereinbarte Abkommen läuft am Samstag aus. Auf eine Fortsetzung hoffen nicht zuletzt die auf importabhängigen Staaten der Dritten Welt.

Lesezeit: 2 Minuten

Zuversichtlich im Hinblick auf eine Fortsetzung des Istanbuler Getreideabkommens zum Export über das Schwarze Meer hat sich der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp geäußert. „Nach unseren Informationen wird es zur Verlängerung des am kommenden Samstag auslaufenden Getreideabkommens kommen. Für die Versorgung, vor allem der ärmsten Menschen, ist dies von enormer Bedeutung“, erklärte Holzenkamp heute in Berlin. Nach DRV-Schätzungen befänden sich noch mindestens 10 Mio t Exportgetreide in der Ukraine.

Holzenkamp: Ein Krieg um Brot

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Der DRV-Präsident stellte in dem Zusammenhang fest, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine von der ersten Minute an „auch ein Krieg um Brot“ gewesen sei. Weitere Störungen der Transportwege durch das Schwarze Meer dürften sofort zu steigenden Getreidepreisen und zunehmenden Versorgungsschwierigkeiten für die ärmsten Länder der Welt führen.

Heute drei Mal so viele Menschen wie 1950 zu ernähren

Mit Verweis auf den Anstieg der Weltbevölkerung auf acht Milliarden Menschen betonte Holzenkamp nochmals die Pflicht zur Sicherstellung der globalen Ernährung. Auf der Erde lebten heute drei Mal so viele Menschen wie noch im Jahr 1950. „Acht Milliarden Menschen müssen essen und sich gesund ernähren können. Das ist eine globale Herkules-Aufgabe, zu der auch die deutsche Agrarwirtschaft ihren Beitrag leisten muss“, so der DRV-Präsident. Nach Erhebungen der Welthungerhilfe sei die Zahl der Menschen, die Hunger litten, in den vergangenen acht Jahren um 200 Millionen auf fast 830 Millionen gestiegen. „Das nimmt uns alle in die Pflicht“, bekräftigte der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete.

Klimaschutz und Versorgungssicherheit umsetzen

Für Holzenkamp tragen nicht zuletzt die Raiffeisen-Genossenschaften als leistungsstarke Partner der Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit auf der Welt bei. „Unsere Genossenschaften decken nahezu alle landwirtschaftlichen Bereiche ab. Dort, wo wir Kapazitäten haben, auch zur Entspannung der weltweiten Versorgungslage beizutragen, müssen wir diese nutzen. Dazu brauchen wir die politische Unterstützung aus Berlin und Brüssel“, mahnte Holzenkamp. Er wies darauf hin, dass der globale Hunger durch die Klimaveränderung verstärkt werde. Klimaschutz und die Übernahme von Verantwortung für mehr Versorgungssicherheit über den eigenen Tellerrand hinaus müssten Hand in Hand gehen.

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