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topplus Marktausblick

Jungbullenpreise überraschend freundlich

Normalerweise neigen die Bullenpreise im Frühsommer zur Schwäche. 2024 ist das anders. Die Erzeugerpreise stiegen zuletzt sogar. Wie geht es weiter?

Lesezeit: 2 Minuten

Die Preise für Jungbullen zeigen sich derzeit über­raschend freundlich und konnten zuletzt sogar ­zu­legen. Das ist zu dieser ­Jahreszeit ungewöhnlich, da Rindfleisch in der Grillsaison hinter Schweine- und Geflügelfleisch eher das Nachsehen hat.

Den Grund dafür sehen Marktteilnehmer vor allem im knappen Lebendangebot. So wurden laut amtlicher Statistik in der ersten Maiwoche nur rund 14.000 Bullen vermarktet – im bisherigen Jahresverlauf lagen die wöchentlichen Schlachtungen aber bei gut 17.000 Tieren. Die rote Seite nimmt das knappe Angebot an ­Bullen gerne an, auch wenn edle Teilstücke vom Rind in den Sommermonaten weniger gefragt sein dürften.

Verzögerte Vermarktung?

Marktteilnehmer sind von dem Preisaufschwung überrascht und trauen dem Braten noch nicht so recht. „Vielleicht kommt wegen der laufenden Feldarbeiten die Vermarktung bei Rinderhaltern etwas zu kurz“, mutmaßt ein Händler. Auch wenn diese Vermutung teilweise zutrifft, sehen die meisten Marktteilnehmer keine deutlich höheren Stückzahlen in den nächsten Wochen. „Ich erwarte relativ stabile Preise in den kommenden Wochen“, erklärt ein Marktkenner. ­Dafür spricht auch:

  • Die Rinderhaltung geht in Deutschland und auch EU-weit seit Jahren stetig zurück. Die jüngste Viehzählung brachte laut EU-Kommission ein Minus von 1,3 % hervor.

  • Im EU-Vergleich sind die Jungbullenpreise in Deutschland relativ niedrig. Aktuell liegen sie rund 20 Cent pro kg unter dem EU-Schnitt.

  • Die Nachfrage nach Rindfleisch ist in Deutschland insgesamt stabil. Auch wenn relativ hohe Verbraucherpreise abschrecken, ­gehen die meisten Analysten für 2024 von einem ­stabilen Pro-Kopf-Verzehr von rund 9 kg aus.

Die Chancen stehen derzeit gut, dass der Jungbullenmarkt 2024 ohne ein ausgeprägtes Sommerloch durch das Jahr kommt.

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