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FAO-Preisindex

Lebensmittel weltweit wieder günstiger geworden

Ein Anstieg der Zuckerpreise wurde durch Preisrückgänge bei Getreide und Fleisch mehr als wettgemacht, während es bei Milch und Pflanzenöle nur minimale Veränderungen gab.

Lesezeit: 3 Minuten

Nach den starken Preisanstiegen in den vergangenen Jahren werden Lebensmittel weltweit wieder deutlich günstiger; auch die Fleischpreise fallen. Das teilt die UN-Ernährungsorganisation FAO mit.

Laut deren Barometer sind die weltweiten Lebensmittelpreise im Januar so stark gesunken wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Der Food Index der FAO erfasst monatlich die global am meisten gehandelten Lebensmittel.

Als Grund nennen die Experten den starken Wettbewerb unter den Exporteuren sowie die Ankunft kürzlich geernteter Vorräte in den Ländern der südlichen Hemisphäre. Zudem seien die Maispreise stark gefallen, was auf verbesserte Erntebedingungen und den Beginn der Ernte in Argentinien sowie größere Vorräte in den USA zurückzuführen sei, heißt es.

Auch das Preisbarometer für Fleisch sank den siebten Monat in Folge. So hätten große Lieferungen aus führenden Exportländern die internationalen Preise für Geflügel-, Rinder- und Schweinefleisch gedrückt.

Die weltweite Getreideproduktion könnte derweil dieses Jahr ein Rekordhoch von 2,836 Mrd. t erreichen, so die FAO weiter. Das wäre ein Anstieg von 1,2 % zum Jahr davor.

In Deutschland sind die Lebensmittelpreise dagegen zuletzt weiter gestiegen. Sie lagen im Dezember 2023 laut dem Statistischen Bundesamt 4,9 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Einzelne Produkte sind hierzulande aber wieder günstiger geworden, etwa Butter. Andere Produkte wie etwa Weizenbrötchen haben sich weiter verteuert.

Produktgruppen im Detail

Der FAO-Getreidepreisindex ging im Vergleich zum Vormonat um 2,2 % zurück, zitiert aiz.info aus dem neuesten Bericht. Rückläufige Exportpreise für Weizen begründet die FAO mit einem starken Wettbewerb unter den Händlern und reichlichen Vorräten in den Ländern der südlichen Hemisphäre.

Noch deutlicher nach unten zeigten die Maisnotierungen aufgrund verbesserter Wachstumsbedingungen und den Beginn der Ernte in Argentinien sowie gut gefüllter Lager in den USA. Im Gegensatz dazu stiegen die Notierungen für Reis im Januar um 1,2 %, basierend auf einer starken Exportnachfrage nach thailändischem und pakistanischem Indica-Reis sowie zusätzlichen Käufen durch Indonesien.
 
Der FAO-Pflanzenölpreisindex legte gegenüber Dezember nur geringfügig um 0,1% zu und lag dennoch 12,8% unter dem Vorjahreswert. Die FAO berichtet von einem moderaten Anstieg der internationalen Palm- und Sonnenblumenölpreise und einem Ausgleich der Preisrückgänge für Soja- und Rapsöl.

Das Plus für Palmöl war laut den Experten von saisonalen Produktionsrückgängen in wichtigen Erzeugerländern und Sorgen über ungünstige Wetterbedingungen in Malaysia getrieben. Dagegen ließ eine erhöhte Importnachfrage die Notierungen für Sonnenblumenöl leicht steigen, während die globalen Preise für Soja- und Rapsöl aufgrund der Aussichten auf große Lieferungen aus Südamerika beziehungsweise der weiterhin großen Vorräte in Europa sanken.
 
Der FAO-Milchpreisindex blieb gegenüber seinem revidierten Dezemberwert praktisch unverändert und lag 17,8 % unter seinem Wert vor einem Jahr. Im Januar stiegen die internationalen Preisnotierungen für Butter und Vollmilchpulver in erster Linie wegen einer höheren Nachfrage asiatischer Käufer und glichen die Rückgänge bei Magermilchpulver und Käse damit nahezu aus.
 
Der FAO-Index für Fleisch verlor nach sieben Monaten Abwärtskurs auch im Januar. Der Index sank im Vergleich zum Vormonat um 1,4 %, da reichliche Lieferungen aus führenden Exportländern die internationalen Preise für Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch unter Druck setzten. Im Gegensatz dazu stiegen die Notierungen für Schaffleisch nach einer weltweiten hohen Importnachfrage und des geringeren Angebots an Schlachttieren in Ozeanien.
 
Nach oben ging es im Jänner mit dem FAO-Zuckerpreisindex, der um 0,8 % gegenüber Dezember stieg. Experten führen die Entwicklung auf unterdurchschnittliche Regenfälle in Brasilien zurück, welche sich negativ auf die Zuckerrohrernte ab April auswirken könnten. Aber auch ungünstige Produktionsaussichten in Thailand und Indien trugen zu dem Preiszuwachs bei, so aiz.info.

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