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Weltweiter Getreidehandel: Transportkosten durch Huthi-Angriffe kaum verteuert

Trotz des höheren Risikos für Verschiffungen von Getreide durch den Suezkanal und das Rote Meer sind die Frachtkosten nach einer IGC-Analyse nur unwesentlich gestiegen.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Angriffe der jemenitischen Huthi-Milizen auf Frachtschiffe im Roten Meer haben Seelieferungen von Getreide und Ölsaaten offensichtlich kaum verteuert. Das zeigt der Index des Internationalen Getreiderates (IGC), der die Frachtkosten auf den wichtigsten Getreide- und Ölsaatenrouten einschließlich der Treibstoffkosten misst.

Frachtraten auf Viermonatstief

Zwar verzeichnete der Index Anfang Dezember 2023 einen starken Anstieg, jedoch markierte er Anfang Februar sogar ein Viermonatstief. Nach Angaben des Getreiderates wurden zwar zahlreiche Schiffe auf andere Routen umgeleitet; dies habe den globalen Handel mit Getreide und Ölsaaten aber wenig beeinträchtigt.

Das gelte vor allem für die Weizenlieferungen nach Asien und Ostafrika, die traditionell den Großteil davon aus Europa und der Schwarzmeerregion bezögen. Die Huthi fordern Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen und ein Ende der israelischen Offensive.

Plus 2 €/t für EU-Ware

Dem IGC zufolge verursachte die längere Route für trockene Massengutlieferungen von Frankreich über Südafrika nach China zusätzliche Frachtkosten von etwa 2 $/t (1,85 Euro) und acht zusätzliche Tage auf See. Kostspieliger sei die Umleitung für Schwarzmeer-Lieferanten, die für einige Bestimmungsorte etwa 7$/t (6,48 Euro) bis 8 $/t (7,41 Euro) mehr bezahlen und mit einer zusätzlichen Transitzeit von 18 Tagen rechnen müssten. Etwa 20% der gesamten Frachtkosten entfielen auf Schiffstreibstoff, dessen Preis mit dem Rohölpreis korreliere.

Mindestens 70 Frachter umgeleitet

Wie der Getreiderat weiter berichtete, wurden im Dezember 2023 und im Folgemonat insgesamt mindestens 70 Massengutfrachter mit schätzungsweise zusammengenommen 4,3 Mio. t Getreide und Ölsaaten umgeleitet, um die Suezkanal-Strecke zu vermeiden. Von dieser Gesamtmenge entfielen laut IGC etwa 70% auf Transporte von der US-Golfküste nach Asien, wobei dies hauptsächlich Sojabohnenlieferungen betraf. Außerdem hätten die Reedereien zwei australische Canola-Ladungen für die EU sowie mindestens 18 Frachter aus der EU mit einer Gesamtmenge von gut 1 Mio. t Getreide und Ölsaaten umgeleitet.

Das umgeleitete Volumen an EU-Ware beziffern die Londoner Fachleute für Januar 2024 auf 600.000 t; das waren 60% mehr als im Vormonat. Der größte Teil davon entfiel auf Weizen aus Frankreich, gefolgt von Lieferungen aus Rumänien, Polen, Deutschland und Lettland.

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