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Demeter-Delegiertenversammlung: Mitgliedsbetriebe gut aufgestellt für Zukunft

Die Demeter-Versammlung hat sich erneut strikt gegen Gentechnik positioniert, fordert den schrittweisen Umstieg auf samenfeste Sorten bei Gemüse und erlaubt nun auch Spirituosen mit Demeter-Logo.

Lesezeit: 3 Minuten

Auf ihrer jährlichen Versammlung am 18. und 19. April 2023 haben die Demeter-Delegierten an ihren Richtlinien gearbeitet und Weichen für die nächsten Jahre gestellt.

Der Demeter-Entwicklungsbericht 2022/23 blickt auf die Verbandsarbeit im Bund und in den Regionen zurück – mit dem Fazit: Demeter-Betriebe sind nicht nur krisenfester aufgestellt, sondern bieten weit über die Produktion hochwertiger Lebensmittel hinaus großen Mehrwert für die Gesellschaft.

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Umstieg auf samenfeste Sorten bei Gemüse

Die Delegiertenversammlung hat den Verband unter anderem beauftragt, ein Konzept für den schrittweisen Umstieg auf samenfeste Sorten bei Gemüse zu erarbeiten und dabei die gesamte Wertschöpfungskette zu beteiligen. Bisher ist bei Getreide außer Mais die Verwendung nachbaufähiger Sorten verpflichtend.

Samenfeste Sorten können alte Sorten, vor allem aber auch (selbstverständlich ohne den Einsatz von Gentechnik!) neu gezüchtete sein. Die biodynamische Züchtung setzt seit jeher auf die Züchtung samenfester Sorten.

Neu: Alkoholgetränke mit Demeter-Logo

Die Delegierten beschlossen ebenso, dass nun auch Spirituosen das Demeter-Logo tragen dürfen; die Richtlinie stellt an die Herstellung besonders hohe Qualitätsansprüche. Eine Resolution, in der sich die Demeter-Delegierten gegen eine De-Regulierung des Gentechnikrechts für neue Gentechnik stellten, wurde ebenso verabschiedet.

Zudem wurden die von der Fachgruppe Verarbeitung nominierten Kandidaten Meinhard Rediske (Vollkornbäckerei Siebenkorn, Marburg) und Tankred Kauf (Campo Verde, Uhldingen-Mühlhofen) in den Aufsichtsrat nachgewählt.

„Resilient in die Zukunft“

Der aktuelle Demeter-Entwicklungsbericht 2022/2023 erschien kurz nach der diesjährigen Delegiertenversammlung. Um Ressourcen zu schonen, gibt es den Bericht, gemäß seinem Motto „Resilient in die Zukunft“, dieses Jahr ausschließlich in digitaler Form.

Die Herausforderungen waren 2022 für die gesamte Lebensmittel- und Bio-Branche groß, lautet das Fazit. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wie gestiegene Energie- und Transportkosten, aber auch unterbrochene Warenströme und die Verunsicherung der Verbraucher durch die steigende Inflation spürten auch viele Demeter-Mitgliedsbetriebe, doch so zeigte sich, dass Höfe aufgrund ihrer Vielfalt und ihrer möglichst geschlossenen Kreisläufe sowie Wertschöpfungsketten stabil aufgestellt sind.

Wie eine Stichprobe der Regionalwert Leistungen GmbH unter 41 Betrieben zeigte, lässt sich der durchschnittliche Wert, den Demeter-Betriebe jedes Jahr zum Gemeinwohl beitragen, je Hof auf rund 120.000 € monetär beziffern.

„Die Demeter-Land- und Lebensmittelwirtschaft leistet einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl – durch gesunde und schmackhafte Nahrungsmittel, frische Luft, gesunde Böden, sichere Arbeitsplätze, faire Wirtschaftsbeziehungen und durch die Pflege unserer Kulturlandschaft”, kommentiert Demeter-Vorstand Dr. Alexander Gerber und verweist auch hier auf ihre Robustheit gegenüber Krisen: „Die biodynamische Idee des individuellen, möglichst sich selbst tragenden Betriebsorganismus, kann auch Leitbild für die Gestaltung einer regional geprägten Kreislaufwirtschaft sein.”

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Der Demeter-Entwicklungsbericht 2022 gibt ebenfalls Einblicke in die Arbeit in den fünf Demeter-Regionen, in die Forschung, Bildung und die politische Arbeit. Außerdem blickt er zurück auf das Engagement in der Ökologischen Tierzucht, der Demeter-Beratung und der Verbraucherkommunikation im vergangenen Jahr.

Einige Zahlen & Fakten

  • Insgesamt 1.787 Erzeuger bewirtschaften mittlerweile 114.018 ha biodynamisch.
  • Von aktuell 16.500 Demeter-Produkten kamen in 2022 1.077 hinzu. Diese wurden von 98 Hofverarbeiter und 345 Verarbeiter hergestellt.
  • 193 Großhändler, 275 Fachhändler und 19 filialisierte Einzelhändler sind Demeter-Mitglieder.
  • Insgesamt gibt es 1.355 Demeter-Fördermitglieder und -Hausgärtner.
  • Demeter hat 304 Auszubildende, davon sind 35 % Männer, 65 % Frauen, auf 275 Höfen und einen Anteil von 3,5 % an den gärtnerischen Lehrlingen bundesweit.

Der komplette Bericht: www.demeter.de/entwicklungsbericht-22

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