Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Ernte 2024 Vereinfachungen für 2025 Pauschalierung

topplus Andauerndes Höfesterben

AfD Rheinland-Pfalz warnt vor „schleichender Enteignung“ der Landwirte

In Rheinland-Pfalz sollen während der letzten elf Jahre etwa 4.700 Bauernhöfe aufgegeben haben. Auch hier gibt es eine Verdrängung auf dem Bodenmarkt durch nichtlandwirtschaftliche Investoren.

Lesezeit: 2 Minuten

Während der letzten elf Jahre haben in Rheinland-Pfalz 4.664 Bauernhöfe aufgegeben – einer pro Tag. Ralf Schönborn, landwirtschaftlicher Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, warnt, dass mit dem ungebremsten Höfesterben eine oft in Generationen gewachsene Kompetenz für immer verloren gehe. „Die Politik der Landesregierung treibt unsere Landwirte immer weiter in den Ruin. Die sogenannte Junglandwirtprämie hat sich über Jahre als reines Blendwerk erwiesen“, so Schönborn.

Mit dem seit Jahrzehnten andauernden Höfesterben gehe ein tiefgreifender Strukturwandel einher, in dessen Verlauf sich zunehmend Nicht-Landwirte einkaufen und das erworbene Land dann an kapitalschwache Landwirte zur Bewirtschaftung verpachten, berichtet er weiter. So seien heute 91 % solche mit gepachteten Flächen. Fast zwei Drittel (64 %) der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche sei seinen Informationen nach heute gepachtet und stehe nicht mehr im Eigentum des Hofes. Gleichzeitig bewirtschafteten die überlebenden Großbetriebe heute eine fast dreifach so große Fläche, um die erforderliche Rendite erwirtschaften zu können.

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

„Gegen unsere Landwirte ist eine ganze Armada von Hindernissen in Stellung gebracht worden: kostenträchtige Bewirtschaftungsauflagen diverser Förderprogramme, überbordende hohe Bürokratie-Belastungen, Flächenverknappung durch sog. Ökolandbau mit halbierten Renditen. Hinzu kommt Verdrängung auf dem Bodenmarkt durch kapitalstarke nicht-landwirtschaftliche Investoren, die ihr totes Kapital inflationsflüchtig in Sachwerte stecken usw. Erst der Ausfall der Ukraine auf dem Welt-Getreidemarkt hat wieder ins Bewusstsein gerückt, dass Landwirte nicht zur Klimarettung, sondern zur Lebensmittelproduktion da sind“, erinnert der Politiker.

Das Zeitalter der Industriellen Landwirtschaft nach grüner Planwirtschaft ist seinem Eindruck nach bereits Gegenwart. Die Enteignung der Landwirte müsse gestoppt werden. „Unser Leitbild ist der von Bürokratie befreite Landwirt, der wieder selbstgesteuert nach den Gesetzen des Marktes – also der Nachfrage der Verbraucher – sein Tagwerk verrichten kann, ohne von internationalen Lebensmittel-Importverträgen der EU hintergangen zu werden“, wirbt er für seine Partei.

top + Ernte 2024: Alle aktuellen Infos und Praxistipps

Wetter, Technik, Getreidemärkte - Das müssen Sie jetzt wissen

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.