Margarine günstiger

Butter gibt´s bei den Asklepios-Kliniken nur noch für Privatpatienten

Nur wenige Cent im Detail, aber hunderttausende Euro unter dem Strich: Wegen der Inflation und dem Anstieg der Butterpreise gibts bei den Hamburger Asklepios-Kliniken jetzt zumeist Margarine aufs Brot

Welche Blüten die Inflation trägt, zeigt sich beim Gesundheitskonzern Asklepios. Als Kassenpatient bekommt man dort in den Hamburger Kliniken nur noch günstige Margarine statt Butter. Die ist den Privatpatienten vorbehalten, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Das Unternehmen soll dies mit gestiegenen Einkaufs-, Logistik- und Personalkosten in der für die Speisenversorgung zuständigen Tochtergesellschaft begründet haben. Daher seien Einsparungen unvermeidlich. Der Einkaufspreis der bislang verwendeten Joghurt-Butter habe sich mehr als verdoppelt.

Einsparung von über 300.000 €

Mit der nun getroffenen Entscheidung könnten die Asklepios-Standorte jährlich rund 330.000 € einsparen, heißt es. Denn allein die Inflation habe dem Teilkonzern in Hamburg (sieben Kliniken) Mehrkosten in der Speiseversorgung von 2,6 Mio. € pro Jahr beschert. Das wolle man nicht an die Patienten weitergeben, sondern müsse mit den Pauschalen auskommen.

"Anders als etwa Bäcker oder andere Betriebe können wir die Preise für unsere Leistungen nicht erhöhen, um höhere Einkaufspreise auszugleichen. Wir bekommen feste Fallpauschalen, die schon vor langer Zeit festgelegt wurden, als gestiegene Energiekosten etc. noch kein Thema waren", sagte Pressesprecher Mathias Eberenz gegenüber top agrar.

Im Dezember war Butter laut Destatis knapp 40 % teurer als im Vorjahresmonat.


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