Neues Beratergremium

Dialognetzwerk Zukunftsfähige Landwirtschaft nimmt Arbeit auf

Das Dialognetzwerk soll die Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt beraten und Praktiker aus Landwirtschaft und Naturschutz zusammenbringen.

Das „Dialognetzwerk Zukunftsfähige Landwirtschaft“ hat offiziell seine Arbeit aufgenommen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Bettina Hoffmann, gaben am vergangenen Freitag den Startschuss für das Beratungsgremium, das nun vier Jahre lang frühzeitig unterschiedliche Alltagsrealitäten und Sichtweisen aus der Praxis in die Politikgestaltung einbringen soll.

Ziel ist dabei eine Landwirtschaft, die den Schutz der natürlichen Ressourcen zum Ziel hat. In dem Dialognetzwerk engagieren sich insgesamt 50 Landwirte sowie Naturschützer. Im ersten Themenjahr stehen Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die Stärkung der Resilienz in der Landwirtschaft im Mittelpunkt der Beratungen.

Özdemir: Gemeinsam zu praxistauglichen Lösungen kommen

„Nur mit starken Ökosystemen wird unsere Landwirtschaft uns auch in Zukunft zuverlässig ernähren. Darum ist der Schutz unserer natürlichen Grundlagen so immens wichtig“, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zum Auftakt. Die Voraussetzung dafür ist nach seiner Darstellung die Bereitschaft, miteinander diskutieren und voneinander lernen zu wollen.

Die sieht Özdemir bei den Mitgliedern des Dialognetzwerks. Er setzt deshalb darauf, dass man hier gemeinsam zu guten und praxistauglichen Lösungen kommt, die den Betrieben eine gute Perspektive geben und gleichzeitig Arten- und Klimaschutz mit zukunftsfester Produktion zusammenbringen.

Hintergrund:

Das Dialognetzwerk Zukunftsfähige Landwirtschaft ist ein gemeinsames Netzwerk des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, das Praktiker aus Landwirtschaft und Naturschutz zusammenbringt. Die Mitglieder des Netzwerkes sind in Landwirtschaft und Naturschutz tätig und sollen die Vielfalt der Landwirtschaft im Bundesgebiet widerspiegeln.

Ziel des Dialognetzwerkes ist es, Einblicke in die unterschiedlichen Alltagsrealitäten und Praxiserfahrungen im Bereich der Landwirtschaft und des Naturschutzes zu erlangen und in die Arbeit der Ministerien einfließen zu lassen sowie sich darüber in offener, vertrauensvoller und zugleich vertraulicher Atmosphäre auszutauschen. Damit streben BMEL und BMUV eine neue Form der gemeinsamen Beteiligungskultur an.

Dafür hatten die beiden Ressorts gemeinsam aufgerufen, sich für das neue Netzwerk zu bewerben. Mehr als 350 Bewerbungen waren eingegangen, aus denen die 50 Mitwirkenden anhand von Kriterien wie unter anderem Standort, Betriebsform und Betriebsausrichtung ausgewählt wurden.


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