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(K)ein Funken Hoffnung

Lichterfahrten: Warum in einigen Regionen die Traktoren rollen und in anderen nicht

Mittlerweile fast eine Tradition zur Weihnachtszeit – Landwirte fahren mit ihren beleuchteten Traktoren durch die Straßen. Dieses Jahr sind viele Touren abgesagt. Ein Grund sind bürokratische Hürden, aber auch andere.

Lesezeit: 2 Minuten

Zu Corona-Zeiten waren die von Landwirten organisierten Lichterfahrten für viele Menschen ein Funken Hoffnung in einer schweren Zeit. Sie sorgten vor allem für leuchtende Kinderaugen. In Facebook-Gruppen liest man immer wieder Nachrichten von nachfragenden Eltern, ob denn in diesem Jahr wieder eine Lichterfahrt im Ort stattfinden wird. Viel Aufwand und Herzblut steckt in der Vorbereitung.

Einige Landkreise und Ortsgruppen entscheiden sich dieses Jahr jedoch bewusst gegen eine erneute Lichtfahrt. Gründe gibt es viele. In manchen Orten scheitert es wieder an ausbleibenden offizielle Genehmigungen. Nur, wenn es einem landwirtschaftlichen Zweck dient, dürfen die Maschinen öffentliche Straßen befahren. Anderen Landwirten fehlt es an Wertschätzung der Bürger. Die Landwirte im Kreis Warendorf (NRW) haben beispielsweise diese Woche angekündigt, dass in diesem Jahr im gesamten Kreis die beliebten Lichterfahrten nicht stattfinden.

Ein letztes Mal „Lichterfahrt“?

In diesem Jahr lautet das Motto: „Ein Funken Hoffnung – Auch wir brauchen Hoffnung“. „Gründe, warum wir Hoffnung brauchen, gibt’s in allen Sparten der Landwirtschaft“, heißt es in der Pressemitteilung von „Land sichert Versorgung NRW“ (LSV) zu den Lichterfahrten 2023. Drei mal hätten die Landwirte in ganz Deutschland bereits einen Funken gebracht. „Aus heutiger Sicht können wir sagen, der Funke ist bei vielen nicht übergesprungen. Leider.“ Das Kaufverhalten spiegele das deutlich wieder. Regionalität sei nicht wichtig, der Preis zähle.

LSV habe sich lange damit beschäftigt, wie es mit den Lichterfahrten weitergehen soll. Viele Betriebe hätten längst aufgegeben, sehr viele würden noch kommen. Andere hätten noch einen kleinen Hoffnungsschimmer. „Trotz allem haben wir den Entschluss gefasst, dass wir noch mal in die Planung für einen weiteren Funken Hoffnung gehen. Ein letzten Mal“, heißt es. Es stehe jedoch fest: Vielerorts fallen die Lichterfahrten kleiner oder ganz aus. „Bedingt durch das Höfesterben, was jeden Tag rasant zunimmt.“

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