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Forst und Energie beliebt

Auf welche weiteren Standbeine setzen landwirtschaftliche Betriebe?

Forstwirtschaft, Energieerzeugung, Landtourismus. Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe versuchen durch Diversifizierung das Risiko von Einkommensschwankungen abzufedern.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe, die neben der landwirtschaftlichen Primärproduktion auf ein weiteres Standbein setzt, ist der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zufolge gestiegen. Wie die Einrichtung auf ihrer Webseite informiert, erzielten im Jahr 2020 insgesamt die Hälfte aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland Einnahmen aus zusätzlichen landwirtschaftsnahen Tätigkeiten.

Der Anteil innerbetrieblicher Einkommenskombinationen am Gesamtumsatz der Betriebe ist dabei unterschiedlich. Im Vergleich zu 2010 war 2020 die Anzahl der Betriebe, die über 50 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit einer oder mehreren Einkommenskombinationen erzielten, deutlich gestiegen. Das sind Zahlen, die die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aufbereitet hat.

10-Jahresvergleich: Mehr Betriebe diversifiziert

Rund 111.000 Betriebe, das sind etwa 42 % aller landwirtschaftlichen Betriebe, erwirtschafteten 2020 Einnahmen mit einer innerbetrieblichen Einkommenskombination. Und rund 39.000 landwirtschaftliche Betriebe setzten auf zusätzliche Einkommensquellen in rechtlich ausgelagerten Betrieben.

Im 10-Jahres-Vergleich ist der Anteil der landwirtschaftlichen Betriebe mit innerbetrieblichen Einkommenskombination von 33 auf 42 % gestiegen. Für rechtlich ausgelagerte Betriebe gibt es keine vergleichbaren Daten von 2010.

Forst und Energie: die beliebtesten Diversifizierungs-Möglichkeiten

Bei den rund 111.000 Betrieben mit mindestens einer innerbetrieblichen Einkommenskombination war die Forstwirtschaft 2020 die beliebteste. Jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb mit Einkommenskombination erzielte hiermit zusätzliche Einnahmen.

Auf Platz zwei lag die Erzeugung erneuerbarer Energien, die rund 31 % der Betriebe mit Einkommenskombination ausübten. Auf Platz drei folgte mit rund 27 % das Arbeiten für andere landwirtschaftliche Betriebe. Und auf Platz vier die Verarbeitung und Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit rund 19 %. Weitere beliebte Einkommensalternativen waren die Pensions- und Reitsportpferdehaltung, die Be- und Verarbeitung von Holz sowie der Fremdenverkehr.

Wie groß war der Anteil innerbetrieblicher Einkommenskombination am Gesamtumsatz der Betriebe?

Rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe mit zusätzlichen innerbetrieblichen Standbeinen erzielten mit diesen weniger als 10 % ihres Gesamtumsatzes. Knapp 30 % erwirtschafteten mit den Einkommenskombinationen immerhin 10 bis 50 % ihres Umsatzes. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschafteten lediglich gut 20 % der Betriebe mit innerbetrieblichen Einkommenskombinationen durch diese.

Im 10-Jahres-Vergleich ist die Anzahl der Betriebe, die mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes durch innerbetriebliche Einkommenskombinationen erzielen, deutlich gestiegen (+ 10.000 Betriebe). In diesem Zeitraum ist die Anzahl der Betriebe, die weniger als 50 bzw. 10 % des Umsatzes durch zusätzliche Einkommensquellen erwirtschaften, dagegen relativ konstant geblieben.

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