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Anbindestall: Kritik an Landjugend-Forderung wächst

Unter immer größeren Beschuss gerät die Forderung des Bundes Deutscher Landjugend, die Anbindehaltung von Kühen gesetzlich zu verbieten. Jetzt distanziert sich der Bund Badischer Landjugend von diesem Vorstoß. Die Bayerische Jungbauernschaft sowie der Bauernbund Brandenburg hatten diese Forderung bereits kritisiert.

Lesezeit: 2 Minuten

Unter immer größeren Beschuss gerät die Forderung des Bundes Deutscher Landjugend (BDL), die Anbindehaltung von Kühen gesetzlich zu verbieten (top agrar berichtete). Jetzt distanziert sich auch das Team Agrar im Bund Badischer Landjugend (BBL) von diesem Vorstoß. Die Bayerische Jungbauernschaft (BJB) sowie der Bauernbund Brandenburg hatten bereits in den letzten Tagen diese Forderung kritisiert (top agrar berichtete).



Bei der Anbindehaltung sei zwischen der ganzjährigen Anbindehaltung und der sogenannten Kombinationshaltung zu unterscheiden, so der Bund Badischer Landjugend. Bei der Kombinationshaltung hätten die Rinder von Frühjahr bis Herbst Weidegang oder einen Laufhof zur Verfügung. Der BBL stellt sich gegen die pauschale Kritik am Anbindestall. Die ganzjährige Anbindehaltung jedoch sehen die jungen Agrarier als keine zukunftsfähige Haltungsform an, die mit dem Tierwohl zudem schwer vereinbar sei. Für betroffene Betriebe fordern sie eine staatliche Unterstützung, die Haltungsform mit einer Übergangsfrist von zehn Jahren zu verbessern.



Anders sehe es bei der Kombinationshaltung aus. Diese sei eine traditionelle und tiergerechte Haltungsform - vor allem in Bergregionen. Die Weidehaltung im Besonderen gehöre zu den natürlichsten Halterungsformen für Rinder. Sie garantiere den Tieren einen großen Bewegungsraum, Luft, Licht, Sonne und frisches Gras. 



Bei einem generellen Verbot der Anbindehaltung erwarten der BBL einen harten Strukturbruch in diesen Regionen. Südbaden sei geprägt durch eine kleistrukturierte Landwirtschaft. Der Großteil der Betriebe seien Familienbetriebe im Zu-, Neben- oder Haupterwerb. Aufgrund der topografischen Lage und der Betriebsgrößen sei vorhersehbar, dass diese Betriebe die Umstellungskosten scheuten und folglich die Rinderhaltung aufgeben würden. Somit werde sich der Prozess des Höfesterbens beschleunigen. Daraus ergebe sich zusätzlich die Gefahr, dass weite Teile von Bergregionen und anderer benachteiligter Gebiete nicht mehr landwirtschaftlich genutzt würden. Die Pflege der historisch gewachsenen Kulturlandschaften müsste dann von der öffentlichen Hand bewerkstelligt werden und beliebte Tourismus- und Naherholungsgebiete würden wohl ihren Charme verlieren.



Das Kuriose ist für den BBL, dass der Lebensmitteleinzelhandel gerade mit kleinen Bauern Werbung mache, weil es bei den Verbrauchern gut ankomme. Gleichzeitig bedrohe man genau diese Betriebe mit dem generellen Verbot der Anbindehaltung oder der Auslistung ihrer Produkte in Ihrer Existenz. 

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