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Calf Recumbency: Ein neuer Gendefekt bei Holsteins?

In den USA wurde ein neuer Gendefekt für Holsteins entdeckt. Kälber, die den Defekt reinerbig tragen, können oft nicht aufstehen. Alle Fakten scheinen jedoch noch nicht geklärt zu sein.

Lesezeit: 2 Minuten

Bei Holstein-Kälbern soll es einen neuen Gendefekt geben, der sich Calf Recumbency nennt. Die Kälber sind dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht stehen bzw. aufstehen können, ansonsten aber gesund sind. Das berichtet unter anderem die amerikanische Agrarzeitschrift Hoards Dairyman.

Der Gendefekt sei jedoch schwer identifizierbar. Denn nicht alle reinerbigen Träger des Gendefektes zeigen das Syndrom. Oder sie zeigen es in sehr unterschiedlicher Ausprägung. In der Fachsprache nennt man das eine "unvollständige Penetranz". Das Fachmagazin schreibt: "Einige Kälber wurden mit dieser Krankheit geboren, einige entwickelten die Krankheit innerhalb weniger Wochen nach der Geburt und wieder andere erholten sich." Die meisten Tiere starben jedoch innerhalb des ersten Lebensmonats oder wurden eingeschläfert.

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Wissenschaftler des amerikanischen Landwirtschaftsministerium USDA haben den Stammbaum der betroffen Kälber rückverfolgt. Die Kälber gingen auf den Bullen Roylane Socra Robust und seinen Sohn Seagull-Bay Supersire zurück. Beide sind Träger der Mutation und Supersire war ein beliebter Bulle.

Laut des CDCB (Council on dairy cattle breeding) gibt es aktuell nur zwei US-Labore, die einen Gentest für Calf Recumbency anbieten.

Wie ist der Stand in Deutschland?

"Zu Calf Recumbency gibt es leider aktuell noch mehr Diskussion als Fakten", bestätigt uns Dr. Stefan Rensing von den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung (vit). "Nach unserem Wissen ist die ursächliche Mutation des Gendefekts bisher nicht veröffentlicht und es gibt noch keine ausreichend große Stichprobe an typisierten Tieren mit bekanntem Gentest-Ergebnis." Laut Rensing gibt es deshalb noch keine Informationen zur Allel-Frequenz für Calf Recumbency in der deutschen Holsteinpopulation.

Die in den USA genannten Vererber, die hauptsächlich für die Verbreitung in der dortigen Population verantwortlich sein sollen, spielen im Verhältnis zur deutschen Holsteinpopulation eine geringere Rolle. "Deshalb gehen wir davon aus, dass die Verbreitung in der deutschen Population geringer ist, als in den USA.

Ob deutsche Zuchtorganisationen bereits Besamungsbullen in den USA haben untersuchen lassen, sei noch nicht klar. "Solange wir zu den wesentlichen Aspekten wie der ursächlichen Mutation, den Auswirkungen und sicheren Gentests nicht mehr wissen, halten wir uns jedoch erstmal zurück, was den neuen Gendefekt angeht.

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