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Angeklagt

Landwirt muss sechsstelligen Betrag für Galloway-Einfangaktion zahlen

Über Monate zog sich eine Einfangaktion von Gallowayrindern hin, die nach Ausbruch im Landkreis Göttingen unterwegs waren. Nun bekommt der angeklagte Tierhalter die Kostenaufstellung.

Lesezeit: 2 Minuten

Monatelang wanderte ab Juni 2023 eine Herde Galloway-Rinder durch den Kreis Göttingen. Sie waren von einer schlecht gezäunten Weide ausgebrochen, als die Veterinärbehörde einen Teil der Herde wegen Tierschutzverstößen abholen wollte.

Der Tierhalter, der mit den Behörden eh schon im Streit lag, verweigerte jegliche Kooperation. So verwilderten die Rinder immer mehr, was die mehrfach angesetzten Fangaktionen erschwerte. Sogar vermeintliche Tierrechtler mischten sich ein und sabotierten die Versuche. Der Landkreis hatte daraufhin zeitweise Sperrgebiete eingerichtet. Nach und nach wurden dann aber alle Tiere festgesetzt.

Nun kommt die Rechnung für den ganzen Aufwand: Rund 355.000 € sind bei den Behörden aufgelaufen, berichtet der NDR. Davon seien 123.000 € dem verantwortlichen Landwirt aus Gleichen in Rechnung gestellt worden. Er habe - wie gewohnt - bisher nicht darauf reagiert. Ein Teil des Betrags sei durch Pfändung beglichen worden.

Gerichtsverfahren startet

Ab Mittwoch steht der Landwirt nun vor dem Amtsgericht Göttingen, so der Sender weiter. Grund ist ein Strafbefehl, gegen den der Mann Einspruch eingelegt hatte. Dieser sieht wegen Tierquälerei eine Geldstrafe von 4.200 € vor; außerdem ein Verbot des berufsmäßigen Umgangs mit Tieren für einen Zeitraum von zwei Jahren.

Anlass war laut Staatsanwaltschaft ein verendetes Galloway-Rind, das im Dezember 2022 gefunden worden war. Demnach hatte das Rind nur 130 kg gewogen, üblich seien 500 bis 550 kg, hieß es.

Dem Landkreis zufolge waren die Zustände für die Galloway-Herde seit Anfang 2019 "durchgehend auffällig". Die Tiere hätten unter anderem in ihrem Kot gestanden und seien stark verschmutzt gewesen, so der Landkreis. Zudem seien verendete und nicht ordnungsgemäß entsorgte Tierkadaver entdeckt worden.

Ihre Meinung?

Was denken Sie? War der Aufwand zu groß, haben die Einfänger etwas falsch gemacht oder hätten Sie Tipps, wie man den enormen Aufwand hätte reduzieren können? Und was meinen Sie zu dem Tierhalter: Ist das Strafverfahren richtig, wurde mit ihm zu lasch umgegangen oder war der Behördendruck ungerechtfertigt hoch? Schreiben Sie gerne an deter@topagrar.com. Jeden Freitag veröffentlichen wir die interessantesten Leserzuschriften.

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