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topplus Räude im Kuhstall

Das hilft gegen Parasiten und Juckreiz bei Rindern

Bei Mutter- und Milchkühen kann die Räude im Stall zur lästigen Begleiterscheinung werden. Was den Juckreiz bei den Kühen auslöst und was hilft, beschreibt Tierärztin Anna Lena Lindau.

Lesezeit: 3 Minuten

Kahle, schuppige, teils wunde Stellen an den Schwanzwurzeln und dem Kopf-/Halsbereich, quaddelige Haut und Krustenbildung: Räudemilben können je nach Ausmaß und Immun­reaktion mehr als nur lästige Be­gleiter bei Milch- und Mastrindern werden. Das weiß Anna Lena Lindau, Tierärztin aus Reichshof (NRW) und erklärt: „Grundsätzlich gibt es bei den Rindern die Chorioptes-Räude (sog. Schwanzräude), Psoroptes-Räude (sog. Kopfräude) sowie die relativ seltene Sarcoptes-Räude (sog. Körper-Räude).“

Hautprobe bringt Klarheit

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Alle diese ­Formen werden von Räudemilben verursacht, die sich auf oder in der Haut der Tiere aufhalten und sich je nach Art von Hautschuppen, Körpersekreten (z. B. Talg) oder Blut ernähren. „Die Symptome sind meist typisch, eine gezielte Diagnostik kann ein Tierarzt über ein Hautgeschabsel machen“, sagt Lindau. Ein Ausbruch ist immer behandlungswürdig, da die Tiere sehr unter dem ständigen Juckreiz leiden. Da die Tiere viel Zeit an Kratzgelegenheiten ­verbringen, geht z. B. die Futteraufnahme und Wiederkauzeit zurück. Es besteht die Gefahr von Sekundärinfektionen der Haut und das Immunsystem wird durch den Räudebefall, aber auch durch den Stress, beansprucht.

Bei Mutterkühen wird Räude fast nur im Stall festgestellt. Hier finden die Milben vor allem in den feucht-kühlen Übergangs-Jahreszeiten ideale Bedingungen. Auf der Weide, und bei Wärme und Sonne treten laut der Tier­ärztin normalerweise wenig ­Probleme auf. Milchviehbetriebe mit schlechterem Stallklima können auch im Sommer Räudeprobleme bekommen.

Alle Tiere behandeln

Die Behandlung erfolgt meist durch spezielle Aufguss-Präparate. Die meisten Entwurmungsmittel ­enthalten ebenso die nötigen Wirkstoffe – eine Entwurmung ist also auch meist eine Räudebehandlung. „Wichtig ist, die ganze Herde zu behandeln, nicht nur auffällige Tiere“, betont die Tierärztin. Die Medikamente wirken ca. acht ­Wochen, die Milben sind jedoch rund zehn Wochen in der Umgebung lebensfähig. Daher kann eine zweite Behandlung nötig sein.

Wichtig ist, die ganze Herde zu behandeln, nicht nur auffällige Tiere.
Lindau

In der Hauptsaison der Milben ist ein gutes Stallklima wichtig. Eine Reinigung und Desinfektion (nicht jedes Mittel wirkt) von Arbeitsmitteln und Stalleinrichtung hilft, den Infektionsdruck zu senken. „Hier sind vor allem Holz und Kuhbürsten zu nennen, da sich die Kühe hier scheuern und sie ein Rückzugsort für die Milben sind“, sagt Lindau. Ideal ist es, wenn ein Stall über längere Zeit leer steht (Weide­haltung). Die bedarfsgerechte Fütterung ist ebenfalls wichtig, da auch hier die Hautgesundheit und das Immunsystem gestärkt werden kann.

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