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Weniger Emissionen im Rinderstall: So ist es technisch möglich

Mithilfe technischer Lösungen, wie bspw. der Kot-Harn-Trennung, lassen sich in der Rinderhaltung Treibhausgas-Emissionen senken. Wir stellen Ihnen eine Auswahl baulicher Optimierungen vor.

Lesezeit: 3 Minuten

Unsere Experten: Dr. Veronica Overmeyer und Dr. Manfred Trimborn, Uni Bonn

Dichtungsklappen für Spalten

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Damit in Milchviehställen weniger Ammoniak vom Güllekeller in den Aufenthaltsbereich der Kühe aufsteigt, wird derzeit der Einsatz von Dichtungsklappen untersucht. Diese sind aus Kunststoff gefertigt und werden in die Schlitze des Spaltenbodens eingesetzt. Die Kunststoffklappen sind so flexibel, dass Kot und Harn in den Güllekeller fallen. Anschließend verschließen sich die Klappen wieder von selbst.

Erste Erfahrungen zeigen, dass beim Einsatz der Kunststoffklappen auf jeden Fall ein Spaltenreinigungsroboter eingesetzt werden muss, da der Kot nicht mehr so leicht durch die Schlitze fällt. Außerdem empfiehlt es sich, die Wassersprühfunktion am Reinigungsroboter zu nutzen. So bleiben die Dichtungsklappen beweglicher und durchlässiger.

Boden mit Rillenprofil

Die Umweltbelastung sinkt, wenn im Milchviehstall Kot und Harn voneinander getrennt werden. Auf planbefestigten Laufwegen wird eine Kot-Harn-Trennung z. B. erreicht, wenn der Bodenbelag aus Gummi mit Rillenprofil besteht. Das Profil ist bei dieser Lösung von mehreren Rillen durchzogen, in die der Harn fließt. Die emittierende Oberfläche wird dadurch kleiner.

Erhöhte Fressstände

Im Kuhstall wird die emittierende Oberfläche kleiner, wenn die Kühe beim Fressen auf erhöhten Fressständen mit Trennbügeln stehen. Denn wenn sie fressen und koten, fallen die Exkremente immer in den Laufbereich, der regelmäßig abgeschoben wird. Das Plateau sollte etwa 150 bis 160 cm lang sein, sodass die Kühe sicher stehen.

Neben der verringerten emittierenden Fläche bietet der erhöhte Fressstand auch eine klauenfreundliche Standfläche, da die Kühe während der Futteraufnahme nicht mehr auf dem feuchten Boden stehen.

Kuh-Klo

Die Umweltbelastung im Rindviehbereich sinkt, wenn die Tiere bedarfsgerecht mit Proteinen versorgt werden. Bei einer Überversorgung wird überschüssiger Stickstoff von der Kuh vor allem in Form von Harnstoff über den Harn ausgeschieden. Dieser wird durch das Enzym Urease, welches sich im Kot des Tieres befindet, zu Ammoniak und Kohlenstoffdioxid umgebaut. Werden Kot und Harn voneinander getrennt, können Harnstoff und Urease nicht mehr miteinander reagieren.

Im Kuhstall wird die Trennung von Kot und Harn beispielsweise durch die „CowToilet“ erreicht. Hierbei handelt es sich um eine Futterstelle mit einer integrierten Auffangeinrichtung für den Harn. Das System funktioniert wie folgt: Nach der Futtergabe wird der Blasenentleerungsreflex der Kuh stimuliert. Dazu wird in der Fressbox leichter Druck auf das Zentralband des Euters ausgeübt. Der Harn wird dann in der Auffangeinrichtung gesammelt und getrennt vom Kot gelagert.

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