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Wird Tierwohlfleisch künftig verramscht?

Die Fleischwirtschaft fordert, Tierwohlfleisch unbegrenzt als niedrigere Haltungsform auszeichnen und vermarkten zu dürfen. Für Landwirte ist der Teil im Gesetz zur Tierhaltungskennzeichnung pikant.

Lesezeit: 2 Minuten

Im Tierhaltungskennzeichnungsgesetz will die Ampel-Koalition die Möglichkeit des sogenannten Downgradings schaffen. Dabei sollen von Schweinen gewonnene Fleischprodukte aus einer höheren Haltungsform in der nächst niedrigeren Stufe vermarktet werden können. Das soll allerdings nur bis zu einem Anteil von maximal 20 % möglich sein.

Das ist dem Verband der Fleischwirtschaft (VDF) zu wenig. Er fordert, die Kennzeichnung von Fleisch aus allen höheren Haltungsformen in niedrigere Haltungsformen uneingeschränkt – also ohne Quotenregelung – zuzulassen und die prozentuale Kennzeichnung aus dem Gesetz zu streichen.

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Fleischindustrie hält Herabstufung von Tierwohlfleisch nicht für Verbrauchertäuschung

Die von der Ampel nur vorgesehene Quote von 20 % für das Downgrading bezeichnet der VDF hingegen als "Scheinlösung". Dadurch werde der Umbau der Tierhaltung ausgebremst, argumentiert VDF-Hauptgeschäftsführerin Dr. Heike Harstick.

Der VDF sieht auch keine Verbrauchertäuschung darin, wenn Fleisch aus höheren Haltungsstufen in niedrigeren Stufen angeboten wird. Die Vermarktung von Fleisch müsse aus allen höheren Haltungsformen in niedrigeren, unabhängig von Mengenanteilen, möglich sein, so der VDF.

Muss Tierwohlfleisch vernichtet werden?

Sollte die Einschränkung bei 20 % kommen, werde der Markt für die höheren Haltungsstufen kaputt gemacht, heißt es beim VDF. Oder das nicht verkaufte Fleisch aus höheren Haltungsstufen müsste aus dem Markt genommen werden. Es müsste entweder exportiert, zu Heimtierfutter verarbeitet oder im schlimmsten Fall entsorgt werden“, umschreibt Harstick die möglichen Folgen einer Downgrading-Begrenzung. „Die Vernichtung von hochwertigen Lebensmitteln aus reinem Bürokratismus ist mit der deutschen Fleischwirtschaft nicht zu machen“, sagte sie weiter.

Welche Auswirkungen gibt es für Bio-Fleisch?

Auch die Erzeugung von Bio-Fleisch werde durch die Quotenregelung unattraktiv, heißt es beim VDF. Denn die vorgesehene Regelung im Tierhaltungskennzeichnungsgesetz enthält einen Kennzeichnungszwang.

Alle Teile eines Bio-Schweins müssten ausnahmslos mit Bio oder Weidehaltung gekennzeichnet werden. Bisher könnten Teilstücke von Biotieren, für die es keine Bio-Käufer gibt, ohne Kennzeichnung verkauft werden. Wenn diese Kennzeichnung zukünftig erzwungen werde, wird dies die Preise für Bio-Fleisch nach unten ziehen, meint der VDF.

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